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1. Königsteiner Soirée: Historisches Zukunftsthema im Mittelpunkt

Modell der Königsteiner Festung im Stadtmuseum als Nachcollage.

Bildarchiv Rudolf Krönke

Königstein – Am Donnerstag, den 21. April, findet in der Villa Borgnis die „Erste Königsteiner Soirée“ statt. Veranstaltet wird sie als Beginn einer unregelmäßig stattfindenden Reihe von Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen vom Königsteiner Verein Terra Incognita e.V. (www.koenigsteiner-soiree.de).

„Wir wollen in Zukunft in Kooperation mit anderen Königsteiner Institutionen und Vereinen vorwiegend historische Themen aufgreifen, die aber nicht zwingend immer Königstein im Fokus haben müssen. Doch mit Königstein fangen wir an“, sagt Christoph Schlott, Vorsitzender von Terra Incognita e.V.: „Daher freuen wir uns, dass Rudolf Krönke und der Verein für Heimatkunde e.V. Königstein gleich am ersten Abend mit von der Partie sind“.

Das erste Thema ist dementsprechend historisch und aktuell zugleich: „Tatort Festung Königstein: Das Gefängnis der ersten Demokraten“. Drei Referenten gestalten den Abend: Rudolf Krönke berichtet aus den letzten Jahren der Festung vor ihrer Sprengung im Jahr 1796, Christoph Schlott erläutert die Jahre der französischen Revolution in der Region und Schauspielerin Gertrud Gilbert liest gemeinsam mit Christoph Schlott aus zeitgenössischen Quellen, vor allem Briefen der Caroline Schelling, der Frau Rath Goethe und zeitgenössischer Publizisten.

Anlass für diesen Themenabend „Festung“ ist die Herausgabe des historischen Reprints eines Buches von Johann Heinrich Liebeskind aus dem Jahr 1795, in dem sich sehr detaillierte Angaben zur Festung Königstein in ihrer Funktion als Gefängnis der sog. „Klubisten“ aus Mainz finden: Nach ihrem gescheiterten Versuch eines demokratischen Staates, dessen Hauptstadt Mainz sein sollte, saßen viele der demokratischen Aktivisten über Monate im kurmainzischen Staatsgefängnis Festung Königstein ein, zum Teil von den Preußen eingekerkert als politische Geiseln. „Dieser Umstand macht die Festung Königstein zu etwas Einmaligem in Deutschland“, meint dazu Christoph Schlott: „Zum Gefängnis der ersten deutschen Demokraten“.

Um deren Schicksal und Bedeutung im Kontext mit den Ereignissen im Rhein-Main-Gebiet dreht sich die Veranstaltung vor allem. Schlott: „Der Autor Johann Heinrich Liebeskind präsentiert uns ja nicht nur ein bemerkenswertes Lebensbild aus Königstein im Jahr 1793, sondern er weist uns indirekt auch den Weg für eine bemerkenswerte Möglichkeit des zukunftsorientierten Stadtmarketings in Königstein. Und damit berühren wir einen Kern der Königsteiner Geschichte: Kann man aus ihr Kapital für die Zukunft der Stadt schlagen?“

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 in der Villa Borgnis. Der Eintritt ist frei, eine Platzreservierung über Reservierungskarten bei der Kur- und Stadtinformation wird empfohlen.

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