61. St. Annaberg-Gedächtniswallfahrt am 26. August

Königstein (kw) – Immer am letzten Sonntag im August begehen die Schlesischen Katholiken ihre Wallfahrt. Normalerweise ist die Kollegskirche in Königstein das Ziel. Sie wurde zur Wallfahrtskirche durch die bewegende Darstellung der „Mutter der Vertriebenen“, die der schlesische Bildhauer Erich Jäkel 1952 selbst schnitzte. Die Schlesier ließen zudem in dem Gotteshaus 1957 einen Altar zu Ehren der heiligen Anna errichten. Dargestellt ist das Gnadenbild vom oberschlesischen Sankt Annaberg; neben dem Altar erinnert eine Urne mit Erde an diesen bedeutenden Pilgerort.

Die Kollegskirche gehört zum Komplex der Königsteiner Anstalten, in denen sich die ehemalige philosophisch-theologische Hochschule befand und die das Vaterhaus für die Heimatvertriebenen waren. Sie beherbergten wichtige Institute und bildete den Ausgangspunkt für kirchliche Kontakte zu den östlichen Nachbarvölkern, insbesondere auf den internationalen Kongressen von KIRCHE IN NOT und durch internationale Veranstaltungen und Seminaren im „Haus der Begegnung“.

Da die Renovierung der Kollegskirche noch nicht abgeschlossen ist, wird die Wallfahrt wieder im naheliegenden Kongress-Saal im „Haus der Begegnung“ stattfinden.

Bevor die oft weit anreisenden Wallfahrer die Treppe zum Kongress-Saal hinaufsteigen, können sie sich auf schlesische Art stärken. Zwei Verkaufsstände bieten „Heimatliches“ an: echten schlesischen Mohnkuchen und Brot, sowie Wurstwaren nach traditionellen schlesischen Rezepturen. So feiern die Schlesier ihr 61. Jubiläum der St. Annaberg-Gedächtniswallfahrt am Sonntag, den 26. August 2018 im „Haus der Begegnung“ (Kongress-Saal), Bischof-Kaller-Str. 3. Parkmöglichkeiten wie bisher auf dem Pater-Werenfried-Platz.

Ab 9 Uhr können die Wallfahrer zum Rosenkranzgebet und Beichtgelegenheit kommen, bevor um 10 Uhr der Königsteiner Bürgermeister Leonhard Helm die Wallfahrer begrüßen wird. Das Pontifikalamt zelebriert Weihbischof em. Dr. Gerhard Pieschl aus Limburg, der seinerzeit ebenfalls heimatvertrieben wurde und in Königstein studierte. In der traditionellen Heimatstunde um 13 Uhr wird Gerd-Helmut Schäfer aus Friedrichsdorf über die Stiftung SFVV der Bundesrepublik: „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ referieren. Die anschließende Marienandacht hält Konsistorialrat Wolfgang Blau aus Seligenstadt.

Als Veranstalter fungieren der Magistrat der Stadt Königstein/Ts., das Heimatwerk Schlesischer Katholiken e. V., Holzwickede und Münster, sowie der Bund der Vertriebenen (BdV) Kreisverband Hochtaunus e. V.

Die „Mutter der Vertriebenen“.
Foto: Ehl

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