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Der Förderverein von St. Josef hat einen neuen Vorsitzenden

Herbert Sternberg (li.) übergibt den Vereinsvorsitz an Eckard Steffin (Zweiter v. li.). Nachfolger von Schatzmeisterin Elisabeth Jung ist ihr bisheriger Stellvertreter Dr. Dieter Hausmann (Zweiter v. re.). Geschäftsführer Ulrich Lange (re.) freut sich auf die kommenden Projekte, die er mit dem alten und neuen Vorstand des Fördervereins St. Josef umsetzen wird. Foto: Pfeifer

Königstein (pit) – „Scheiden tut weh“, heißt es. Doch das muss nicht immer der Fall sein. Zum Beispiel, wenn man die Aufgabe, die man jahrzehntelang mit viel Hingabe und Erfolg versehen hat, in fürsorgliche und erfahrene Hände legen kann. Eingedenk dieses Wissens hat es im Vorstand des Vereins „Förderer des Königsteiner Krankenhauses St. Josef e.V.“ einige Veränderungen gegeben, die somit keinerlei Wehmut aufkommen ließen: Herbert Sternberg ist als Vorsitzender zurückgetreten und hat seinen Platz für Eckard Steffin frei gemacht und Elisabeth Jung übergab das Amt der Schatzmeisterin an ihren bisherigen Stellvertreter Dr. Dieter Hausmann. Während Herbert Sternberg dem Vorstand als Beisitzer erhalten bleibt, wird Elisabeth Jung künftig „nur noch“ als eines der über 400 Mitglieder ihr Scherflein zum Wohl des Vereins beitragen.

Während Herbert Sternberg, Elisabeth Jung und Dr. Dieter Hausmann zu den Gründungsmitgliedern des Vereins gehören, der 1991 aus der Taufe gehoben wurde, ist Eckard Steffin erst vor recht kurzer Zeit zu ihm gekommen: „Ich wohne seit einem Jahr in Königstein und habe ihn hier erst kennengelernt.“ Dabei ist der Rheinländer, der am Plöner See das Licht der Welt erblickte, als Hauptgeschäftsführer der KVB und als Mitglied des Fördervereins des Kurbades kein Unbekannter in der Kurstadt. Nachdem die Idee geboren war, sich vor Ort im Gesundheitswesen ehrenamtlich weiter zu engagieren, war der Schritt zum Förderverein von St. Josef im Grunde nur noch ein kleiner. Und dass er für diesen mit seiner Vielzahl an Erfahrungen ein großer Gewinn ist, wird bei Betrachtung seiner Vita überaus deutlich.

Beruflich befasste Steffin sich schon immer mit dem Thema Gesundheit: „Dabei bin ich in diesem Bereich eigentlich ein Autodidakt.“ Doch seine Erfahrungen sammelte er schon früh, zum Beispiel nach seiner kaufmännischen Ausbildung. Als Zivildienstleistender arbeitete er mit geistig behinderten Menschen zusammen. Oder als er dann zur AOK wechselte und in dem Arbeitsgremium mitwirkte, das die Betreuung für Krebskranke optimieren sollte. Bei der Deutschen Bahn wiederum galt es, die existierenden Gesundheitseinrichtungen neu zu strukturieren und zu erhalten. Rückblickend auf seine bisherige Laufbahn meint Steffin: „Es gab immer Dinge, die schwierig zu ‚behandeln‘ waren.“

„Schwierig“ trifft es allerdings sicher nicht, wenn es um seine bevorstehende Tätigkeit für den Verein geht. Denn Sternberg ist stolz auf die rege Unterstützung, die die Institution alljährlich bekommt: „Zwar ist das Spendenaufkommen in den vergangenen Jahren gesunken, aber immerhin haben wir jährlich 30.000 bis 40.000 Euro an Einnahmen, die eins zu eins ans Krankenhaus gehen.“ Das sei bestimmt auch dem Umstand zu verdanken, dass viele andere Kommunen glücklich wären, ein eigenes Krankenhaus zu haben – und damit dies auch auf lange Sicht so bleibt, kümmern sich die Königsteiner gerne um „ihr“ St. Josef, das sie erhalten wissen wollen. Dabei handelt es sich nicht nur um Mitglieder. „Wir haben auch viele Spender, die uns alljährlich einen gewissen Betrag zukommen lassen, ohne dem Verein anzugehören“, versichert Elisabeth Jung. Andererseits auch die Feststellung, dass viele ehemalige Königsteiner Bürger nach ihrem Wegzug treue Mitglieder geblieben sind. Alles zusammen genommen glückliche Umstände, die dazu führten, dass der Verein in dem Vierteljahrhundert seines Bestehens über 1,8 Millionen Euro Spendengelder einnehmen konnte.

Herbert Sternberg, Elisabeth Jung und Dr. Dieter Hausmann freuen sich somit aus gutem Grund über das bisher Erreichte, über das hohe Maß an Kontinuität und Harmonie in den eigenen Reihen, aber auch über die Investitionen in St. Josef. „Ein besonders großes Projekt war noch zu D-Mark-Zeiten“, sinniert Herbert Sternberg. Es handelte sich über den neu zu bauenden OP-Saal. Dies sei die bisher größte Einzelinvestition gewesen, die der Verein getätigt habe.

Grundsatz sei stets: „Man darf nicht nur auf den Krankenhausbedarfsplan schauen.“ Auch Geschäftsführer Ulrich Lange, der selbst Mitglied des Fördervereins ist, blickt gern auf das bisher gemeinsam Erreichte zurück – und mit einer gewissen Vorfreude verständlicherweise schon anstehenden Projekten entgegen: „Für die Belegärzte und die Geriatrieabteilung benötigen wir ein neues Ultraschallgerät.“ Und da es immer mehr übergewichtige Patienten gibt, sei ein neuer OP-Tisch von Nöten. Bei dem bisherigen Vorsitzenden und der scheidenden Schatzmeisterin bedankte sich Ulrich Lange für die außerordentliche Leistung in den vergangenen Jahren und überreichte je einen Blumenstrauß und einen Bocksbeutel als Dankeschön.

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