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Helm zu Innenstadt-Konzept: Vieles im Fluss, Konkretes nicht spruchreif

Die Konrad-Adenauer-Anlage – hier in Richtung Stadtgalerie – steht im Fokus der Planungen für einen optimierten Innenstadtbereich. Archivfoto Schemuth

Königstein (el) – Innenstadtgestaltung – ein heißes Eisen, das so mancher gerne jetzt für sich schmieden möchte. Denn mit dem, was auch für die Bürger von Interesse ist, lässt sich bekanntlich punkten. Jahrelang ist die Gestaltung des Innenstadtbereichs bzw. der Mangel einer solchen Diskussionsthema gewesen, konkretisiert wurde bislang noch nichts. Das soll sich nun ändern. Im Magistrat wurden neue Vorschläge erarbeitet, die nun von einem Planungsbüro geprüft werden. Was in der Zwischenzeit passiert ist, kann man sich vielleicht denken. Auf einmal werden die Pläne, die von den im Magistrat vertretenen Fraktionen erarbeitet wurden, auch außerhalb dieses Gremiums an die Öffentlichkeit herangetragen. Bruchstückhaft, aber eben nur dies, dringen die Planungen nun nach außen. Eigentlich ein No-Go, findet nicht nur die FDP, die in ihrer Pressemitteilung deutliche Worte für das findet, was die ALK teilweise als ihre Ideen verkauft habe.

Auch Bürgermeister Leonhard Helm hält es nicht für geschickt und findet, dass es auch der Respekt vor dem Werk der Kollegen im Magistrat gebührt, nicht schon im Vorhinein auf das Geplante einzugehen. Die ALK betreibe schon seit Monaten in dieser Hinsicht Wahlkampf und ihr gehe es mitunter auch darum, alles was die Verwaltung mache, in ein schlechtes Licht zu rücken, was sehr bedauerlich sei. Dabei sei die ALK alles andere als der Treiber dieses neuen Innenstadt-Konzeptes, sondern viel mehr eine Art Bremsklotz dessen. Das habe sich nicht geändert, wobei man sagen müsse, dass im Magistrat zwischen allen Fraktionen ein sehr konstruktiver Austausch stattgefunden habe. Wenn die überarbeiteten Pläne aus dem Büro zurückkommen, soll der Magistrat noch mal an ihnen feilen können, ehe sie in die städtischen Gremien wandern. Denn es gebe laut Helm verschiedene Alternativen, die eine Option für die Gestaltung des Innenstadtbereichs darstellen. Es handele sich dabei um ein Paket mit verschiedenen Varianten, zu dem er sich allerdings zum jetzigen Zeitpunkt bzw. vor dem Abstimmungsprozess noch nicht äußern könne, so Helm. Fest stehe schon seit Langem, so Helm weiter, dass das Antlitz der Königsteiner Innenstadt nicht mehr zeitgemäß sei. Insbesondere die Hauptstraße müsse erneuert werden, denn sie sei auch unpraktisch aufgebaut. Gerade das Thema mit der Bushaltestelle sei ein zentrales. Man wolle erreichen, dass die Aufenthaltszeit der Busse bzw. der „stinkenden Klötze“ verringert werde, was aber nicht heißen solle, dass man etwa die Busbewegungen reduzieren wolle. Auch die Konrad-Adenauer-Anlage wird Bestandteil der Planungen sein.

Hier galt es in den vergangenen Jahren zu berücksichtigen, dass hier drei Naturdenkmäler (Bäume) stehen, wobei zwei von ihnen mittlerweile gefällt werden mussten. Die Lebenszeit des dritten sei begrenzt. Ein Modul der Planung ist allen anderen vorgeschaltet worden. Man sollte nicht vergessen, dass der Kapuzinerplatz, über dessen Gestaltung laut Helm schnell Einigkeit geherrscht habe, den ersten Schritt in Richtung neues Konzept für die Innenstadt dargestellt habe. Was dann folgte, waren Einschränkungen, die der Stadt Königstein aufgrund der Haushaltslage auferlegt wurden.

Das hatte zur Folge, dass man nicht so in die Infrastruktur habe investieren können, wie man das gerne gemacht hätte, so Helm, der nun wieder guten Mutes ist, dass die Stadt dabei ist, sich von den massiven Sparzwängen zu befreien. In Zeiten, in denen die Hände aufgrund der finanziellen Situation gebunden seien, ließen sich nun mal Pläne für eine Innenstadtgestaltung weniger gut verkaufen als ein Kindergartenbau, der eine Notwendigkeit darstellt. Zum Glück habe man nun in diesen Haushalt Planungsgelder für die Innenstadtgestaltung einstellen können. Auch das Toilettenhäuschen, das an die Stelle des jetzigen Provisoriums rücken soll, ist schon bestellt und schlägt mit 200.000 Euro zu Buche. Daran sieht man schon, dass eine Innenstadtplanung eben nicht mal schnell mit 100.000 Euro abgehakt ist, sondern dass diese siebenstellige Beträge erfordere, die sich auch im Haushalt abbilden lassen.

Auch die Ergebnisse der Stadtwerkstatt werden in die Planungen einfließen, die in einem weiteren Step dann eventuell im nächsten Jahr konkreter werden und die Gelder hierfür im Haushalt 2019 eingestellt werden sollen.

Infrastruktur für die Bürger zu schaffen, darum geht es hier im Wesentlichen, weshalb sich Helm auch sehr gut ein Jugendcafé im Park vorstellen könnte. Die Erfahrungen mit dem sehr gut angenommenen Sommercafé im Park hätten gezeigt, dass das funktionieren könnte.

Stellt sich nur noch eine offene Frage von vielen: Was ist mit dem Parken? Hier seien schon viele Dinge im Fluss, unter anderem stünde auch im Raum, über unterirdische Parkmöglichkeiten nachzudenken. Ziel der Planung ist es, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu verbessern. Nach wie vor hat die Schaffung einer quadratischen Fläche als Verbindung zwischen dem Kapuzinerplatz und der Bebauung auf der Georg-Pingler-Straße Priorität. Außer Frage steht, dass es gilt, so viel Grün zu erhalten wie möglich.

Die Gestaltung des Kapuzinerplatzes (ein Bild aus dem Jahr 2009) bildete als erstes Modul den Auftakt des neuen Innenstadt-Konzeptes, das jetzt von vielen Königsteinern herbeigesehnt wird.

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