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SPD: Neujahrsempfang mit Ehrungen und Europa

Ortsvereinsvorsitzende Dr. Ilja-Kristin Seewald (Dritte v. re.), umringt vom Gastreferenten Karsten Voigt (Vierter v. li.), Hildegard Klär (Vorsitzende der Europa Union Hochtaunus, Zweite v. li.) sowie den Geehrten (Karl-Friedrich Reimer (v.li.), Erika Keller, Elisabeth Kurz, Gabriele Klempert und Cordula Jacubowsky. Foto: Schemuth

Königstein (el) – Zum SPD-Neujahrsempfang leuchtete nicht nur das markante Rot der Genossen hier und da auf – als T-Shirt oder Sockenpaar zur Schau getragen. Auch weitere Farben waren vertreten, denn es ist bekanntlich nach wie vor Wahlkampf und da verwunderte es keinen, dass auch die CDU und die FDP meist in Doppelbesetzung vertreten waren. Außerdem auch die beiden verbleibenden Bürgermeisterkandidaten Leonhard Helm und Nadja Majchrzak. Grund der Zusammenkunft war allerdings ein anderer, ausnahmsweise mal nicht mit der Wahl in Zusammenhang stehender. Im Mittelpunkt der Ausführungen des Gastreferenten Karsten Voigt, der unter anderem von 1999 bis 2010 Koordinator der Bundesrepublik für deutsch-amerikanische Zusammenarbeit war und 1976 zum ersten Mal in den Bundestag gewählt wurde, stand das Thema „Europa“. Doch bevor der Blick für das Konzert der Supermächte wie Amerika, Russland und China in einer sich verändernden Weltordnung geschärft wurde, lenkte die Königsteiner SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dr. Ilja-Kristin Seewald zunächst den Fokus auf die Positionen de SPD vor Ort und hier inbesondere auf die vor kurzem ausgesprochene Wahlempfehlung für den Amtsinhaber Leonhard Helm. Auch wenn die SPD in Königstein keinen Kandidaten stelle, so sei es doch wichtig gewesen auszuloten, wer die SPD wie vertritt, führte Seewald angesichts der Tatsache aus, dass die SPD vor dem ersten Wahlgang zur Meinungsfindung eine Podiumsdiskussion veranstaltet hatte. Vor Ort habe man ein großes Interesse der Bürger an der Bürgermeisterwahl festgestellt, möge es für die Stichwahl am 18. Februar auch so bleiben, fügte die SPD-Vorsitzende an und hielt fest, dass die Wahlbeteiligung letzten Endes entscheidend dafür sein werde, wer sich durchsetze.

Die eigene Partei habe man selbst als sehr diskussionsfreudig erlebt, so Seewald, so viele Neueintritte wie seit Jahresanfang habe man in Königstein selten erlebt. Dieser Prozess sei für die Demokratie gut und wichtig. In einer Zeit der Veränderungen und Zukunftsängste müssten die Menschen ernst genommen und ihnen müssten Lösungen für ihre Probleme angeboten werden, sagt Seewald. Donald Trump sei das beste Beispiel dafür, wie ein Außenseiter und Populist Präsident werden konnte mit seinen nationalistischen Parolen. Und gerade hier setzte auch Karsten Voigt mit seinen Ausführungen an, die auch nicht unbedeutsam für die Königsteiner Wahl sind. Er erklärte, dass Trump es trotz interessanterweise schlechter Umfragewerte dennoch geschafft habe, die Wahl gegen Hilary Clinton für sich zu entscheiden. Er habe es verstanden, die eigenen Wähler zu mobilisieren. Auch aus internationaler Sicht tue sich laut Karsten Voigt einiges, das man im Auge behalten sollte: Man habe den Eindruck, als würde sich ein neuer Ostblock formieren und Österreich passe gut dazu. Die Ordnung ändere sich. Nach der Entspannungspolitik und Wiedervereinigung nehme auch Deutschland eine neue Rolle ein und habe es mit Großmächten wie den USA zu tun, die innenpolitisch eine andere Kultur als bislang pflegen, was sich natürlich auch auf das außenpolitische Handeln auswirkt. Dabei sei die markante Aussage der Kanzlerin „Wir schaffen das“ keine Antwort auf die Probleme der Kommunen, hat Voigt für sich ausgemacht. Den Deutschen seien in mehrfacher Hinsicht die Hände gebunden. Wenn wir über die Köpfe der anderen europäischen Nachbarn entscheiden, dann würde wieder ein Misstrauen gegenüber Deutschland aufkeimen, nehmen wir Rücksicht, werde dies als Zeichen der Weisheit gewertet. Dabei sei es erforderlich, mit den Russen dahingehend zusammenzuarbeiten, dass nicht etwa Anpassung das Ziel ist, sondern Krisenmanagement, um Europa zu stärken und um handlungsfähig zu bleiben. Ein Neujahrsempfang der SPD Königstein wäre kein solcher ohne die Ehrung von verdienten Mitgliedern wie etwa Erika Keller, die seit 20 Jahren den Genossen treu und auch für ihre Büttenreden in Schneidhain bekannt ist. Auf zwei Mal zehn Jahre kommt auch Thomas Weitz, während Gabriele Klempert, die ehemalige Königsteiner Ortsvereinsvorsitzende, die sich stark für den Denkmalschutz engagiert, 25-Jähriges bei den Sozialdemokraten feiern konnte. Cordula Jacubowsky, Vorsitzende des BUND Königstein-Glashütten, bringt es auf 30 Jahre bei der SPD und der Mammolshainer Karl-Friedrich Reimer sowie die ehemalige Stadtverordnete und AWO-Gründerin Elisabeth Kurz sogar auf ein halbes Jahrhundert.

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