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Evangelisches Gemeindezentrum feiert 50. Geburtstag

Zentral gelegen und von interessanter moderner Architektur geprägt ist die evangelische Kirche in Mammolshain.
Foto: S. Puck

Mammolshain – Mit Freude und Stolz begehen die evangelischen Gemeindeglieder am kommenden Wochenende, 9. und 10. Juni den 50. Geburtstag ihrer Kirche. Selbstbewusst wird nach Schätzen Ausschau gehalten, die sich in der Jubiläumsausstellung und im Erzählcafé am Samstag ab 15 Uhr präsentieren lassen. „Diese Kirche steht für eine besondere Nähe zu den Menschen, die nun schon Generationen von Pfarrerinnen und Pfarrern mit ihren Gemeindegliedern erleben durften. Hier kommt es vor, dass Menschen in der Predigt mal was nachfragen“, erläutert Pfarrer Jan Spangenberg. Und Pfarrer Jan Frey, der ebenfalls seit Dezember 2008 die Menschen hier betreut, ergänzt schmunzelnd: „Wenn der ‚Josef‘ beim Krippenspiel mal aufs Klo muss, dann wird eben kurz unterbrochen.“

Die Menschen sind nahe beieinander, nahe auch an der Orgel, die erst kürzlich saniert wurde. Ein offenes Singen mit der ehemaligen Chorleiterin Christine Geitl darf daher im Festprogramm nicht fehlen. Gleichzeitig spiegelt sich in diesem Jubiläum aber auch die aktuelle Situation der Gemeinde wider. „Kirchliches Leben hat sich verändert und die Aufbaugeneration ist in die Jahre gekommen. Vieles müssen wir buchstäblich mühsam die Stufen heraufschaffen“, unterstreicht Pfarrer Spangenberg.

Derzeit zählt der Gemeindeteil Mammolshain 461 evangelische Mitglieder. Im Festgottesdienst am Sonntag, 10. Juni um 10 Uhr wird Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp predigen. Und die Gemeinde wird sich dessen versichern, was schon Pfarrer Ackermann den Evangelischen in Mammolshain in ihr Stammbuch schrieb: „An den Talhang gelehnt – auf das starke Kreuz gestützt – vom Kreuz getragen – im Kreuz verankert – aus dem Kreuz erwachsen, grüßt das evangelische Kirchlein die Mammolshainer Menschen am Berghang und im Tal und gewährt ihnen einen Raum, in dem sie einkehren dürfen, um Lasten dazulassen, Nöte loszuwerden, Leid bescheinen zu lassen, Schuld in die Vergebung fallen zu lassen, Ängste abzugeben und Hoffnung und Zuversicht aus einem nicht enden wollenden Born zu schöpfen.“

Details zum Festprogramm

Das Festwochenende beginnt mit der Eröffnung der Jubiläumsausstellung am Samstag um 15 Uhr. Weiter geht es eine Stunde später mit Gemeindegeschichte(n) bei Kaffee und Kuchen, dem Kinder- und Jugendprogramm und Offenem Singen, bevor ein Abendessen um 19 Uhr den Tag ausklingen lässt.

Der Sonntag startet musikalisch um 9.30 Uhr mit dem Posaunenchor. Um 10 Uhr schließt sich der Festgottesdienst an, in dessen Verlauf Dekan Dr. Fedler-Raupp die Predigt halten wird. Zum Abschluss der Feierlichkeiten trifft sich die Gemeinde zum Empfang.

Aus der Historie

Mit dem Bau des Gemeindezentrums und seiner Einweihung am 3. November 1968 begann ein neuer Abschnitt evangelischen Lebens in Mammolshain. Seit 1828 gehörten die evangelischen Mammolshainer zu Neuenhain, blieben aber weitgehend nach Kronberg orientiert. Erst durch die Eröffnung der Kinderheilstätte im Jahre 1927 stieg die Zahl der Evangelischen, sodass Pfarrer Otto Raven dort vierzehntägig evangelische Gottesdienste einführte sowie Konfirmandenstunden und Weihnachtsfeiern hielt. Nach dem Krieg fand 1946 im Schulsaal wieder ein evangelischer Gottesdienst in Mammolshain statt und seit 1949 genossen die Evangelischen Gastrecht in der katholischen Pfarrkirche oder in der Marienkapelle.

Seit 1961 lud Pfarrer Klaus Ackermann jeden Sonntag zur Feier des Gottesdienstes in die katholische Kirche ein. Bald kam auch ein Kindergottesdienst dazu. Der Bau einer kleinen, eigenen Kirche schuf dann neue Möglichkeiten. Die Bemühungen der Mammolshainer Gemeindeglieder zusammen mit ihren Pfarrerinnen und Pfarrern haben seitdem dazu beigetragen, ein eigenes Bewusstsein des Gemeindeseins zu entwickeln. Von 1973 bis 2000 wurde für Mammolshain sogar eine eigene halbe Pfarrstelle ausgeschrieben – eine besonders aktive Phase des Gemeindelebens. Weitere Meilensteine waren 1983/84 der Anbau des Gemeinderaums, vier Jahre später die Sanierung von Fenstern, Dach und Heizung sowie die durch einen Wasserschaden notwendig gewordene Sanierung des Gemeinderaums 1996.

Fünf Jahre später erfolgte die Neugestaltung der Innen- und Außenfassade, in den letzten beiden Jahren stand die Sanierung der Orgel auf der Agenda und last not least jüngst noch einige Revovierungsarbeiten, damit beim Jubiläum alles im schönsten Licht erstrahlt. (pu)

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