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Familiärer Jahresrückblick in Wort und Bild

Gertrud Hartmann (li.) und Katja Metz stoßen gemeinsam aufs neue Jahr an.

Foto: Friedel

Mammolshain (hhf) – Die Fotos vom letzten Jahr bewiesen es: Diesmal waren deutlich mehr Gäste ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen, auf Einladung des Heimatvereins Mammolshain 1990 e.V. zum Neujahrsempfang. Dementsprechend lang war auch die Liste an Begrüßungen, mit der die Vorsitzende Gertrud Hartmann den offiziellen Teil eröffnete, zuvor war schon jeder an der Tür per Handschlag willkommen geheißen worden, danach sogar auch noch per Hundeschnauze.

Rund 50 Mitglieder und Freunde des Heimatvereins füllten den Saal bis auf den letzten Platz, darunter Stadtverordnetenvorsteher Robert Rohr, Parlamentskollege Thomas Boller und Amtsleiter Hermann-Josef Lenerz, der aufgrund seiner vielfältigen und tatkräftigen Hilfestellungen den Ehrentitel „Faktotum“ erhielt.

Ortsvorsteher Hans-Dieter Hartwich erweiterte in seinem Grußwort die Liste noch um zwei Stadtälteste, nämlich Walter Bommersheim und Bernd Hartmann. Seine Überzeugung: „Was die Vereine in einem so kleinen Ort auf die Beine stellen, ist wirklich sensationell“, (wie er auch schon in der Weihnachtsbeilage der KöWo ausführlich beschrieben hatte).

Den Jahresrückblick trug Katja Metz in ihrer Eigenschaft als Zweite Vorsitzende vor, wozu sie mit Unterstützung von Ehemann Hans-Jürgen eine rundum professionelle Präsentation in Ton und Bild zusammengestellt hatte. Wie unbestechlich diese Dokumente der jüngeren Zeitgeschichte sind, zeigte sich gleich beim ersten Programmpunkt: „Du hast ja den selben Anzug an wie letztes Jahr“, wurde der Ortsvorsteher entlarvt. Der konterte geschickt und verwies darauf, dass er auch in Sachen „Dienstkleidung“ stets darauf bedacht sei, die kommunalen Finanzen zu schonen.

Weniger sparsam zeigte sich der Heimatverein in Sachen Bewirtung, einen Vorgeschmack auf kommende Genüsse gab es ebenfalls zunächst im Bild. Kurzfristig sollte die Verteilung der Canapes von Sigrid Baffa-Trasci und ihrer Tochter zwar noch einmal in Frage gestellt werden, was ebenfalls mit der launigen Fotoauswahl im Zusammenhang stand und dem Kurzfilm über die Grenzsteinwanderung mit Hanspeter Borsch, der im März auf Ausstellung und Vortrag zum gleichen Thema folgte. Gleichsam liebe- wie humorvoll feierte die Aktion in Wort und Bild ihre Wiederauferstehung, wobei weder dicke Backen in der Vesperpause noch Abstürze von Hängen und Stegen ausgespart wurden. Aber auch der Originalton engagierter Diskussionen um den genauen Grenzverlauf führte mehrfach zu Lachsalven und abschließendem Szenenapplaus.

Detailreich wurden auch die übrigen Termine geschildert, so die Verwendung von Plastikeiern am Osterbrunnen, nachdem die echten gerne nachts verschwanden oder zu Bruch gingen, die Säuberung des zugeparkten Ehrenmals am Kirchberg und dessen Neubepflanzung mit schnellwachsenden Geranien im August, weil zuvor das Wetter zu schlecht war. Große Menschenmengen prägten die Aufnahmen vom Boule-Turnier im Juni, der Teilnahme an den „Wasserfestspielen“ alias Burgfestumzug in Königstein und dem Ausflug nach Glashütten, wo den Mammolshainern von Ingrid Berg persönlich die ausgegrabenen Schmelzöfen im Emsbachtal erläutert wurden.

Obwohl Gertrud Hartmann mit den völlig durchnässten Kleidern nach dem Burgfestumzug reichlich zu tun hatte, fand sie auch noch Zeit, eine neue Ausstellung über Mammolshainer Denkmale in der Dorfstube zu präsentieren, die „mindestens zehn Mal“ im Jahr geöffnet war, mittlerweile sind dort schon wieder Postkarten-„Grüße aus Mammolshain“ zu betrachten. Der Bericht endete schließlich mit dem Erscheinen der beiden neuen Bücher aus der Reihe „Das Dorf Mammolshain in Bildern“ von Peter Scherer, Dank an die Mitglieder „für’s Mitmachen und Sachspenden“ sowie an das Publikum für seine Aufmerksamkeit.

Zwischen unzähligen Platten mit leckeren Häppchen und Blätterteig-Stückchen mit Kastanienfüllung stellte sich schließlich noch die Frage nach dem Vereinsprogramm im laufenden Jahr. Da hier noch nicht alle Termine im Datum sicher feststehen, gab es Auskünfte nur unter Vorbehalt, die KöWo wird sie zu gegebener Zeit noch bekannt geben. Thematisch steht allerdings fest, dass die beliebten Dauerbrenner vom Schmücken des Osterbrunnens über Boule-Turnier und Burgfestumzug bis zum nächsten Neujahrsempfang wieder stattfinden werden, dazu kommen mindestens eine Stadtteilführung und eine Sonderausstellung „50 Jahre Rauya“ in der Dorfstube. Genaueres ist immer im Internet unter www.heimatverein-mammolshain.de zu erfahren, auch der Film über die Grenzsteinwanderung kann dort betrachtet werden.

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