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FCM gegen Usingen II unter Druck

Mammolshain (cdg) – Vor dem Heimspiel gegen die zweite Mannschaft der TSG Usingen steht der FC Mammolshain plötzlich erheblich unter Druck. Denn durch die 2:3(2:0)-Niederlage beim abstiegsbedrohten Aufsteiger FC Weißkirchen ist die Elf von Trainer Becker in der Tabelle weiter abgerutscht. Sie liegt zwar immer noch auf Rang neun, doch der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt nur noch fünf Punkte! Dabei hat sich der Verein lange Zeit in sicheren Regionen bewegt, von allen Abstiegsängsten vorzeitig befreit, doch vielleicht hat man sich am Hasensprung zu früh gefreut. Insofern erinnert die Situation in gewisser Weise an die Frankfurter Eintracht. Auch der Bundesligist lag monatelang wie der FCM auf Rang sechs und träumt schon von Höherem.

Zum Absturz beigetragen hat die Tatsache, dass im Jahr 2017 nur noch ein Sieg gefeiert werden konnte, das unerwartete 2:1 Mitte März bei der SGK Bad Homburg. Besonders bitter wirkt sich nun aus, dass von den folgenden vier Begegnungen gegen Mannschaften, die bis dahin deutlich hinter Mammolshain platziert waren, keine gewonnen werden konnte. Gegen Oberhöchstadt (zu Hause) und in Weilnau reichte es jeweils nur zu einem torlosen Unentschieden, in Köppern (0:2) ab es ebenso eine Niederlage wie zuletzt am Sonntag in Weißkirchen. In gleichem Maße, wie Mammolshain leer ausging, sammelte die Konkurrenz Punkte.

Unverständlich einmal der Leistungsabfall innerhalb der 90 Minuten. Immerhin führte die Mannschaft zur Halbzeit souverän mit 2:0 und hätte außer den Treffern von Niklas Thamm (41.) und Philipp Hees Sekunden vor der Pause durchaus noch mehr Tore erzielen können. Bis zum Anschlusstreffer nach über einer Stunde (65.) gab es keine Anzeichen für eine Wende. Die Gastgeber hatten zwar optisch mehr vom Spiel, aber zwingende Torchancen waren Fehlanzeige. Erst der Ausgleich zehn Minuten vor Schluss ließ Weißkirchen, bis zu diesem Spieltag acht(!) Zähler hinter Mammolshain zurück, wieder hoffen. Mit einfachsten Mitteln, unbändigem Willen und letztem Einsatz gelang dem Neuling noch der 3:2-Siegtreffer. Das war in der 85. Minute und die darauf erfolgten Einwechslungen von Alex Kilian und Christian Bös konnten daran auch nichts mehr ändern. „Vielleicht sind sich einige in der Mannschaft immer noch nicht darüber im Klaren, wie ernst sich die Lage zugespitzt hatte“, erklärte ein restlos enttäuschter FC-Trainer Benjamin Becker. Er ging sogar so weit, „vom schwächsten Gegner zu sprechen“, gegen den wir in dieser Saison gespielt haben. Was ihn mit Blick auf das Sonntagspiel gegen Usingen II positiv stimmen könnte, waren die beiden gut heraus gespielten Treffer in der ersten Hälfte. Einschränkung auch da aber: Der Vorsprung hätte deutlicher ausfallen müssen und der K.O. war verpasst. Im Abschlusstraining am Donnerstag gilt es nun, die letzten Kräfte zu mobilisieren, denn nach dem Heimspiel wartet auswärts der FV Stierstadt als Gegner. Der Trainer setzt auf die richtige Einstellung, wenn „jetzt hoffentlich alle begriffen haben, wie dünn unser Polster Richtung Abstiegsränge wieder geworden ist.“ Personell bleiben viele Fragezeichen: Sind die Studenten Hohenloser, Sanchez und Kilian dabei, kehren Elzenheimer und/oder Lechmann nach ihren Verletzungen zurück? Die zweite Mannschaft trifft um 13 Uhr im Spitzenspiel um den Aufstieg in die B-Klasse auf den Tabellenzweiten FSV Steinbach. Bei einem Sieg winkt Trainer Bernd Hilpert ein erfolgreicher Saisonabschluss. Die Gäste gewannen an Ostermontag 3:1 gegen Yildizbahce Usingen, ähnlich klar wie der FCM beim 4:2 zwei Wochen zuvor.

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