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Mammolshainer verabschieden Dorfschänken-Wirt Milan Vukovic

….und wieder zeigte sich Mammolshain von seiner besten Seite, als Gastronom Milan Vukovic in einer durchweg vertrauten Runde ein neues Fahrzeug entgegennehmen durfte, um damit wohlverdient seinen rastlosen Ruhestand antreten zu können.
Foto: privat

Mammolshain (kw) – Als die Mammolshainer Dorfgemeinschaft sich bei Milan Vukovic für seine treuen, zuweilen aufopfernden Dienste in der „Dorfschänke“ gebührend bedankte, ging während der von Bernd Reimann organisierten Verabschiedung bei der Übergabe eines durchaus alltagstauglichen und mit reichlich Inhalt versehenen Fahrzeugs ein Raunen durch die kleine Betriebsstätte. Ein gelbes Fahrzeug mit nur einem Rad, 15 kg Eigengewicht und mit allerhand kulinarischem Inhalt angereichert, wechselte den Besitzer, um hilfreiche Dienste zu leisten, wenn es dann um die „Auskostung“ des Lebensabends geht.

Rennen werden mit der Karre wohl keine mehr gewonnen, aber im Alter darf man auch bewusst entschleunigen, was gar nicht mehr so recht in unser Gesellschaftsbild passen will. Schneller, höher, weiter lautet heute die Devise und führt junge und ältere Mitbürger nicht selten an ihre Grenzen und manchmal darüber hinaus.

Ein Bild, das einer gründlichen Revision bedarf, gleich wie die Dorfschänke, auf deren Renovierung folgend, mit einem Wiederaufleben von Stammtischtradition und vereinsübergreifendem Austausch fest gerechnet werden darf. Eine Begegnungsplattform ganz und gar nicht im neuzeitlichen Sinne technischer Errungenschaften des Kommunikationszeitalters, sondern vielmehr ein Platz an dem die Technik getrost zur Seite gelegt werden kann, um Mensch zu sein, an einem Ort, an den man gerne wiederkehrt.

Ein Ohr für Probleme kleiner und großer Natur hat Milan immer bewiesen und seine ausgeglichene Art ist eine Errungenschaft, die seinem Berufsstand eigentlich zwingend vorgeschrieben werden müsste. Ein Gastronom darf Geschäftsmann sein, er erfüllt aber auch eine wichtige, in der Gesellschaft so nötige Funktion der Mit-Menschlichkeit und so wurde auch Milan zu einem integrativen Bestandteil des Mammolshainer Ortsgeschehens.

Daher formulierten seine Gäste einmütig: „Wir danken unserem Milan von ganzem Herzen, freuen uns auf noch viele Begegnungen und sagen: Prost Herr Wirt!“

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