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Königsgucker

Trotz eigener durchaus spottwürdiger Verfehlungen in Sachen Verweigerungshaltung möchte es sich der Königsgucker doch nicht nehmen lassen, sich über die hypermodernen Mitmenschen ein wenig zu amüsieren. So zum Beispiel über jene Dame, die während des Einkaufs im gut beratenden Einzelhandel von einem Anruf ereilt wurde. Während sie mittels High-Tech das Gelingen ihres Abendessens und weitere Baustellen im Family-Management regelte, blieb für die Kommunikation vor Ort nur noch eine archaische Methode übrig: Per Fingerzeig und weiterer Gestik wurde der etwas verdutzten Verkäuferin im Paralleluniversum bedeutet, welche Ware in welcher Menge einzupacken sei.

Empfiehlt der Königsgucker im obigen Fall die Installation einer „Knigge-App“ mit automatischer Gesprächsunterdrückung, so rät er von dem folgenden Programm nach Kräften ab, vor allem aus Kostengründen: „Meine Tochter hat jetzt eine Spider-App“, seufzt der fremdgeschlechtlich erziehungsverpflichtete Freund am Stammtisch und legt auf Nachfrage die Erklärung nach: „Nee, die kann man nicht herunterladen, aber sie ist auch nicht ohne Hardware löschbar. Die ist real, sie entsteht auf dem gläsernen Display, wenn man das iPhone herunterfallen lässt... Nun kann mein Chat-Schatzi eben nur noch durchs Spinnennetz ins Internetz schauen, bis sie das Geld für eine Reparatur zusammen hat.“

Vielleicht hilft hier aber auch ein Anruf bei der Gewerkschaft, es ist kaum vorstellbar, dass es dort keinen Beistand für derart unwürdige Zustände am Arbeitsplatz gibt.

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