ALK befürchtet Schaffung von Tatsachen

Königstein – Die nach Beobachtung der Wählergemeinschaft seit geraumer Zeit vorgenommenen Änderungen rund um die Konrad-Adenauer-Anlage (KAA) lassen nach Meinung der Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein (ALK) Spekulationen zu. Bei genauerem Hinsehen könne man feststellen, dass an der einen oder anderen Stelle der Anlage bereits Arbeiten erfolgt seien, die einen Zusammenhang mit der von der Verwaltung geplanten Neugestaltung der Innenstadt ahnen lassen, so ALK-Stadtverordnete Sabine Fischer.

Seien es Anfang letzten Jahres die Eiben gewesen, die am kleinen Parkplatz verschwanden, wären im Jahresverlauf weitere Maßnahmen gefolgt wie beispielsweise die mehrfache Änderung der Verkehrsführung auf dem großen und kleinen Parkplatz im letzten Sommer. Ebenfalls auffällig seien vier neue Bushaltestellen in der Adelheidstraße und nun die Fällung einer Fichte vor dem ehemaligen Hotel Bender.

„Vergleicht man die Änderungen mit den von Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) Anfang Januar öffentlich vorgestellten Magistratsplänen zur Innenstadtgestaltung, so könnte man vermuten, dass hier schon Vorarbeiten getroffen worden sind“, so ALK-Co-Fraktionsvorsitzende Nadja Majchrzak.

Aus ihrer Sicht soll den Plänen zufolge der Verkehrsverlauf um die Anlage geändert werden, was eine Änderung der Verkehrsführung auf den Parkplätzen zufolge haben werde. Die neuen Bushaltestellen in der Adelheidstraße seien für die geplante, teilweise Verlagerung der Bushaltestellen nun schon vorhanden. Für die laut Magistratsplänen vorgesehene Umgestaltung des kleinen Parkplatzes zu einer Spielwiese wären die Eiben sicherlich störend gewesen, vermutet Fischer.

Ob die gefällte Fichte der beabsichtigten Vergrößerung des oberen Parkplatzes oder der geplanten Anhebung des Fußweges zu den Schaufenstern im Wege stand, könne nur gemutmaßt werden.

Explizit habe die Stadtverwaltung, so betonen die ALKlerinnen, ihren Entwurf als Diskussionsgrundlage und nicht als finale Lösung vorgestellt. Zudem sei für den 7. Mai eine Bürgerversammlung im Haus der Begegnung geplant. Alle politischen Fraktionen hätten sich darauf verständigt, vor dieser Versammlung keine Beschlüsse zur Planung zu treffen. Die unabhängige Wählergemeinschaft als größte Fraktion der Stadtverordnetenversammlung hoffe, dass nicht noch weitere Eingriffe in und um die Konrad-Adenauer-Anlage ohne entsprechende Beschlüsse des kommunalen Parlaments erfolgten.(pu)

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