Antik- und Trödelmarkt begeisterte auch bei kühleren Temperaturen

Na guggema, was steht denn da? Beim Weg durch die Fußgängerzone blieb der Blick wieder links und rechts an den Schätzen der Stände hängen, Halsgymnastik, wie sie zweimal im Jahr üblich ist, wenn der Verein für Heimatkunde wieder den großen Antik- und Trödelmarkt organisiert. Foto: Scholl

Königstein (gs) – Der erste von den zwei jährlichen Königsteiner Antik- und Trödelmärkten findet traditionsgemäß immer bei eher sonnigen Temperaturen Anfang Mai statt und läutet für viele Schnäppchenbegeisterte Bürger die Flohmarktsaison ein. Es ist jedoch nicht überliefert, ob zu diesem Termin jemals vorher Schneeflocken vom Himmel fielen und das Thermometer sich unter der 10-Grad-Marke und damit im einstelligen Bereich befand.

Die Königsteiner Bürger – genauso wie die Gäste aus nah und fern – ließen sich die Freude an der Schnäppchen- und Raritätenjagd trotzdem nicht nehmen und bevölkerten in großer Zahl die sonntägliche Innenstadt. Vom Kapuzinerplatz, über die Fußgängerzone, im Kurpark und vorbei an der Villa Borgnis hatten die Händler/innen ihre farbenfrohen und gut sortierten Stände aufgebaut und boten seit frühester Morgenstunde allerlei schöne und zum Teil wunderliche Dinge feil. Neben Bekleidung und dem unvermeidbaren Geschirr aus Großmutters Zeiten fanden sich auch viele Stände mit Spielwaren, Schallplatten, CDs und allerlei kurioser Hausstand.

Die vielen Stände luden – wie in jedem Jahr – zum Stöbern und Verweilen ein; so mancher fachsimpelte am Verkaufsstand oder führte erbitterte Bietergefechte, wenn denn zwei Raritätenjäger zufällig das gleiche Stück (es handelte sich um einen Eisenbahnwaggon) erspäht hatten. Geschicktes Verhandeln war angesagt und schlussendlich konnte nur einer als Gewinner „vom Platz“ gehen – glücklich, aber auch um einiges Bargeld leichter.

Freunde der gedruckten Lettern konnten aus einem großen Angebot an Büchern wählen, wie auch Sammler älterer Zeitschriften vielfach fündig wurden. Egal, was das Sammlerherz auch suchte – viele wurden fündig und trugen ihre Errungenschaften mit einem freudigen Lächeln nach Hause.

Wer ein echter Sammler ist und immer auf der Jagd nach dem einen fehlenden Stück, den störten auch die kühle Witterung und die gelegentlichen Flöckchen nicht wirklich. Ob ein Schwung Pferde-CDs für die kleine Tochter, die wunderschöne rotgläserne Blumenvase für die Frau oder die alten Motorradmagazine für den Herrn – der Königsteiner Antik- und Trödelmarkt war auch dieses Mal wieder Anlaufpunkt für Sammler und Familien, die sichtlich ihren Spaß hatten und ihren erfolgreichen Rundgang zur Mittagszeit gerne mit einem frisch gegrillten Bratwürstchen als kleinem Mittagssnack beendeten.

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