Empfang, Kellerprämierung, Fassbieranstich und Fazit

Viele Mitglieder kamen der Einladung des Burgvereins zum Empfang im „Zwinger“ der „Ritter von Königstein“ nach. Fotos: S. Puck

Königstein (pu) – Nach einer mitreißenden Schlagerparty mit „Roy Hammer & die Pralinées“ auf der Festwiese der Burg, deren publikumsanziehende Wirkung auch den Kellerbetreibern „volles Haus“ bescherte, dem Festzug und dem trotz der Hitze von der Zielgruppe angenommenem Kinderprogramm empfing der Burgverein seine Mitglieder im „Zwinger“ der „Ritter von Königstein“. Bei gekühlten Getränken und stärkenden Wurst- und Käseplatten, die verlockend von den Rittersleuten angerichtet worden waren, dankte Burgvereins-Präsidentin allen für die tatkräftige ganzjährige Unterstützung und den Rittern, dass sie ihren Keller das fünfte Mal in Folge für diese Veranstaltung öffneten. Diese Zusammenarbeit sei extrem unkompliziert. Einen Eindruck davon, wie die Abmachung dazu jährlich abläuft, vermittelte schmunzelnd 1. Ritter Holger Hunkel: „Wenn Birgit Becker anruft und fragt ‚So wie immer?‘ lautet meine Antwort ‚So wie immer‘ und damit ist die Sache fix!“ Im Rahmen der Veranstaltung überreichte Burgfräulein Sophia I. den Rittern zum Anlass „10 Jahre Kellerschänke Zwinger“ eine von ihrem Großvater Emil Hees stammende Zeichnung der Burg und damit war es dann auch genug der offiziellen Worte, denn an diesem Nachmittag stand der zwanglose Gedankenaustausch im Vordergrund.

Qual der Wahl

Für ihre Lieblichkeit Sophia I. stand danach noch die Prämierung des „Kellers des Jahres 2019“ auf dem Programm, eine „sehr schwere Entscheidung“, wie sie verriet. Letztendlich fiel sie nach sorgfältiger Abwägung dann doch hautdünn zugunsten der „Minnesänger“ aus, wo am Abend zuvor Burgfräulein-Lounge und der Bereich davor förmlich bebten. Profis schienen am Werk zu sein beim gemeinsamen Fassbieranstich mit Bürgermeister Leonhard Helm, denn schon nach dem ersten Schlag floss kühler Gerstensaft in die bereitgehaltenen Becherchen. Wem es eher nach Wein beliebte, war am Stand des Burgvereins gerade richtig und so klang das 69. Königsteiner Burgfest allmählich aus.

Kurzfazit

Es wird nach übereinstimmenden Aussagen von Polizei und Burgverein als ein überwiegend friedliches und ausgesprochen fröhliches Fest in die Annalen eingehen.

Zwar hatten, wie der Pressesprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Westhessen, Kriminaloberkommissar Ingo Paul, auf entsprechende Nachfrage bestätigte, aufgrund eines vorübergehend massiven Besucheraufkommens am bekanntlich Flaschenhals-engen Eingangsbereich der Burg die dort eingesetzten Einsatzkräfte am Freitagabend für ein bis eineinhalb Stunden alle Hände voll zu tun, um den Andrang durch direkte Ansprache von einzelnen Personen in geordneten Bahnen zu halten, dennoch sei alles im mit Veranstaltungen dieser Größenordnung einhergehenden Rahmen geblieben.

In diesem Zusammenhang räumte Burgvereins-Präsidentin Birgit Becker mit anders lautenden Gerüchten auf: „Ich weise mit allem Nachruck Anschuldigungen zurück, der Burgverein habe zu viele Eintrittskarten verkauft und deshalb seien zu viele Menschen vor dem Burgtor gewesen, das im Übrigen auch nicht längere Zeit geschlossen werden musste, sondern lediglich in kurzen Intervallen, damit die Lage nicht eskaliert!“ Während der vorübergehend angespannten Situation „haben sich Burgverein, Polizei, Rettungskräfte und Sicherheitsdienst in extrem kurzen Abständen getroffen, um die jeweils notwendige Vorgehensweise in enger Zusammenarbeit abzustimmen!“

Nichtsdestotrotz werden die Verantwortlichen bei der anstehenden „Manöverkritik“ sämtliche positiven und negativen Erfahrungen, zu denen auch das von vielen beklagte Müllaufkommen in der Konrad-Adenauer-Anlage zählt, zur Sprache bringen und mit den gewonnenen Erkenntnissen den Blick auf die Vorbereitungen des 70. Königsteiner Burgfestes richten, das vom 21. bis 23. August 2020 stattfinden wird.

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