Gelungener „Neustart“ beim Apfelwein-Anstich der TSG

Der dritte Falkensteiner „Apfelwein-Anstich“ sorgte im Vereinsheim der TSG für ein volles Haus. Walter Schäfer (Ortsvorsteher Falkenstein), Jörg Pöschl (Voritzender TSG Falkenstein) und Renzo Sechi (Vorsitzender des Kreistages des Hochtaunuskreises) freuten sich über den großen Erfolg der Veranstaltung.Fotos: Scholl

Falkenstein (gs) – Am vergangenen Samstag hat die TSG Falkenstein mit dem Apfelwein-Anstich eine Tradition erfolgreich wiederbelebt, die mit der Coronapandemie nach zwei erfolgreichen Durchläufen zwischenzeitlich ein jähes Ende fand. Jörg Pöschl, Vorsitzender der TSG hatte es sich nicht nehmen lassen, diese erfolgreiche Veranstaltung „wiederzubeleben“, wobei ihm der Erfolg mehr als Recht gab!

Falkensteiner Kelter

Die Idee zum „Apfelwein-Anstich“ wurde bereits im Jahr 2018 geboren, als fleißige Helfer aus den Reihen der TSG zum wiederholten Male den Mitgliedern der Falkensteiner Keltergemeinschaft „Rue de la Fussehl“ bei der Apfelernte und der Kelter halfen. Als Lohn der getanen Arbeit erhielten sie die Möglichkeit, 80 Liter des selbstgekelterten „Falkensteiner Äppler“ zu einem Vorzugspreis zu erwerben.

Man entschloss sich, diesen selbstgekelterten Apfelwein, der in uralten Kellern im „Unteren Bergweg“ in Falkenstein reift, mit einem Apfelweinanstich nicht nur gebührend zu feiern, sondern diesen auch den Liebhabern des „Stöffsche“ im Rahmen eines gemütlichen Abends zu kredenzen.

Volles Haus

Das erste „Äppler-Event“ fand bereits im Jahr 2019 im Vereinsheim der TSG statt. Für die mehr als 70 Gäste hatte man damals ein Zelt aufgestellt, um allen Interessierten auch einen Platz anbieten zu können –auch wenn die Gäste, ob der kühlen und etwas feuchten Witterung damals, dann doch im Vereinshaus „zusammenrückten“. Im Folgejahr durfte sich der Verein bereits über ca. 130 Anmeldungen freuen, weshalb die Veranstaltung damals in den großen Saal des Bürgerhauses in Falkenstein verlegt wurde. Liebevoll dekoriert und perfekt organisiert, war der zweite Apfelwein-Anstich ein voller Erfolg und hatte sich damit innerhalb von nur zwei Jahren seinen „Kult“-Charakter redlich verdient. Nach zwei Jahren Zwangspause war es Jörg Pöschl ein echtes Anliegen, dieser erfolgreichen Veranstaltung einen Neustart zu ermöglichen, wobei die Schätzung, wieviele Liebhaber der urhessischen Äpplerkultur wohl nach zwei Jahren Pause der Einladung folgen würden, richtig schwerfiel, wie Jörg Pöschl berichtete. So beschränkte man sich in diesem Jahr auf die vereinseigenen Räumlichkeiten und siehe da – das Vereinsheim war bis auf den letzten Platz besetzt!

„Wir haben die Plätze nur auf Reservierung vergeben, um sicherstellen zu können, dass niemand stehen muss“, erklärte Jörg Pöschl die Tatsache, dass man „nur“ 55 Plätze hatte anbieten können, obwohl sich mehr als 80 Personen über einen Platz gefreut hätten. „So haben wir für den Neustart einen hervorragenden Überblick und können die Gäste so an den Tischen platzieren, dass Freunde den Abend auch gemeinsam genießen können.“

Handkäs-Duft lag in der Luft

Zu einem zünftigen „Apfelwein-Anstich“ gehört auch eine entsprechende Speisekarte, weshalb sich die Gäste über hessische Spezialitäten zu moderaten Preisen freuen konnten. Handkäs mit Musik von der Käserei Horst aus Groß Gerau stand ebenso auf der Karte wie heiße Fleischwurst von der Fleischerei Bayer aus Ginsheim oder die Hausmacher Wurstplatte mit Wurstwaren von der Landmetzgerei Becker, die am Morgen der Veranstaltung höchstpersönlich in Romrod abgeholt wurden. „Wir sind froh, dass wir neben dem selbstgekelterten Falkensteiner Apfelwein auch ein erstklassiges Angebot hessischer Spezialitäten anbieten können“, freute sich Jörg Pöschl nicht ganz ohne Stolz. Für das „Mispelchen“ zum Schluss war natürlich auch vorgesorgt!

Bembelpflicht

Im Glas wurde zwar auch ausgeschenkt – aber für echte Liebhaber gab es kleine und große Bembel, die stilecht mit dem Stöffsche gefüllt über den Tresen gereicht wurden. Die Bembel, so war Jörg Pöschl zu entlocken, sind ganz besondere – in den vergangenen Jahren hat der Vereinsvorsitzende nicht weniger als vierzig (!) einzigartige Bembel mit unterschiedlichen und einzigartigen Bildern und „Sprüchen“ herstellen lassen, welche er dem Vereinsheim zur Verfügung stellt: Das an der Tür befindliche Schild „Die Bembel bleiben im Vereinsheim“ bekommt dadurch eine ganz besondere Bedeutung, denn schön sind die individuellen Bembel allemal – und damit unter Umständen auch „begehrt“.

Symbolischer Apfelwein-Anstich

Man wollte die Gäste nicht „auf dem Trockenen“ sitzen lassen, weswegen der Falkensteiner Apfelwein bereits ab Beginn der Veranstaltung ausgeschenkt wurde - der Apfelwein-Anstich war daher eher symbolischer Natur. Wie auch in den vorangegangenen Veranstaltungen konnte Jörg Pöschl einen prominenten Lokalpolitiker für den Anstich gewinnen: Renzo Sechi, Vorsitzender des Kreistages des Hochtaunuskreises, hatte sich die Ehre gegeben und stieß mit den Gästen auf den Falkensteiner Apfelwein des Kelterjahres 2022 an. Sechi freute sich sichtlich über die Einladung, hatte er doch selbst in jungen Jahren in seinem Heimatort Obererlenbach bei der Apfelweinkelter mitgeholfen.

Im Anschluss an den „offiziellen“ Teil konnten sich die Gäste auf einen gemeinsamen Abend im gemütlichen Vereinsheim der TSG freuen. Der anschwellende Geräuschpegel und die gemütliche räumliche Enge zeugte von der großen Begeisterung der Gäste, bei diesem schönen Abend dabei zu sein, ins Gespräch zu kommen und bei „Äppler und Worscht“ einen tollen Abend zu genießen. Wenn auch durch die Pandemie unterbrochen – der Apfelwein-Anstich bei der TSG Falkenstein hat das Zeug sich einem festen Termin im Veranstaltungskalender der Stadt zu sichern und (wieder) zu einer schönen Tradition zu werden.

Die Stimmung im Vereinsheim war hervorragend ...

Einzigartige Bembel für den vollkommenen Genuss!

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