Biebrich/Königstein (kw) – Da kamen einige gekrönte Häupter zusammen: Weinmajestäten, Blütenköniginnen, Märchenfiguren und Burgfräulein trafen sich am vergangenen Samstag im Schloss Biebrich zum Empfang der Hessischen Hoheiten. Mittendrin: Königsteins Burgfräulein Malva I. und Junker Nicholas waren ebenso dabei wie die Königsteiner Lavendelkönigin Ricarda Baecker und die Falkensteiner Maikönigin Victoria Schleicher.
Insgesamt 140 Gäste begrüßte Ministerpräsident Boris Rhein gemeinsam mit seiner Frau Tanja Raab-Rhein zu dem besonderen Empfang. Seit 2003 lädt der Ministerpräsident alljährlich die hessischen Hoheiten nach Wiesbaden ein und würdigt damit deren ehrenamtliches Engagement.
„Unsere Hoheiten stehen für gelebte Heimat und gelebtes Ehrenamt“, sagte Rhein. Als Botschafterinnen und Botschafter ihrer Städte, Gemeinden und Regionen trügen sie dazu bei, Brauchtum und Kultur lebendig zu halten und die Vielfalt Hessens sichtbar zu machen. Gerade dort, wo Tradition nicht einfach nur gepflegt, sondern mit persönlichem Einsatz gelebt werde, entstehe Gemeinschaft, so der Ministerpräsident.
Für Königstein waren dabei gleich mehrere Vertreterinnen und Vertreter unterwegs, die für ganz unterschiedliche Facetten der Stadt und ihrer Umgebung stehen. Das Burgfräulein mit Junker erinnert an die lange Geschichte Königsteins, während die Lavendelkönigin für eine jüngere, aber inzwischen ebenfalls fest verankerte Tradition steht. Aus dem Stadtteil Falkenstein komplettierte die Maikönigin die königliche Delegation aus dem Taunus.
Beim Empfang ging es allerdings nicht nur um Krönchen und Schärpen. Die Hoheiten werben bei ihren Auftritten auch für ihre Heimat und deren Besonderheiten. Dazu gehören regionale Produkte, Feste und Veranstaltungen ebenso wie die Menschen und Geschichten hinter den jeweiligen Traditionen.
„Hinter unseren heimischen Produkten stehen Menschen, Familienbetriebe und eine lange Tradition“, betonte Rhein. Die Hoheiten machten diese Vielfalt sichtbar und trügen dazu bei, dass regionale Produkte und ihre Herkunft wertgeschätzt würden.
Für die Königsteiner Delegation bot der Empfang damit nicht nur Gelegenheit zum Austausch mit den zahlreichen Hoheiten aus ganz Hessen, sondern auch einen besonderen Blick auf die eigene Heimat – diesmal aus der Perspektive des Schlosses Biebrich.


