Innenstadtgestaltung
Unsere Leserin Kerstin Uhe, Am Kaltenborn, Königstein, schreibt unter der Überschrift „Innenstadtgestaltung – ein teurer Schildbürgerstreich?“ Folgendes:
Das Projekt „Innenstadtgestaltung“ sieht vor, auf dem oberen Teil der Konrad-Adenauer-Anlage einen Busbahnhof für sieben Busse zu errichten. Darunter soll eine Tiefgarage in den Hang hineingebaut werden. Im Gegenzug werden alle 60 oberirdischen Parkplätze entfernt. Die dann entfallenden Parkbereiche P1 und P2 sollen als Ausgleichsflächen angelegt werden. Diese Maßnahmen werden Königstein, unabhängig von eventuellen Fördergeldern, bisher nicht bezifferte Millionenbeträge kosten.
Im Klartext: Man entnimmt einer innerstädtischen Parkanlage – um die uns viele Städte beneiden würden – einen eingewachsenen Teil mit Aufenthaltsqualität und Burgblick für ein monströses Bauvorhaben, das weder benötigt wird noch finanzierbar ist. Gleichzeitig vernichtet man bereits vorhandene Parkplätze nahe der Fußgängerzone für eine bislang nicht näher definierte Art von Begrünung.
Ist das nicht absurd? Nicht nur ich frage mich: Wo liegt hier eigentlich der Benefit für die Bürger der Stadt? Und: Kann sich Königstein das überhaupt leisten – ohne weitere Grundsteuererhöhungen?