Leserbrief

Innenstadtgestaltung

Unsere Leserin Andrea Schmitt aus Königstein schreibt zur Neugestaltung der Stadtmitte:

Die Planer haben sich richtig ins Zeug gelegt, um Unmögliches möglich zu machen, haben angeblich an alles gedacht und uns eine schön bebilderte Vision unserer neuen Innenstadt gezeichnet. Die Bürgermeisterin hat ihren Job gemacht, um den Auftrag der Stadtverordneten durchzusetzen. Ich frage mich aber als Bürgerin: Wer gibt einer verschuldeten Kommune 12 Millionen Euro? Und zu welchen Konditionen? Kriegen wir mehr Geld, wenn es – wie beim Kindergarten und beim HdB – überraschenderweise teurer wird? Wieso hat der Bau- und Finanzausschuss das Projekt abgelehnt? Deuten wir die Zeichen der Zeit richtig? Mittlerweile hat der siebte Immobilienmakler im Umkreis von 600 Metern seinen Laden eröffnet. Der Zweite in der Fußgängerzone. Überlebt ein Café Kreiner die Baustelle? Überleben die Restaurants, die eine kleine Außenfläche an den Busparkplätzen haben, während der Baustelle? Wird der Verkehr ein Jahr lang zu Spitzenzeiten kollabieren, mit dem Erfolg, dass dann jeder, der kann, die Innenstadt meidet? Wieso glaubt man, dass mehr Menschen nach Königstein kommen, obwohl wir trotz der Tiefgarage nicht mehr Parkplätze haben als jetzt, oder vielleicht sogar weniger? Ist geplant, dass die Mieter im ehemaligen Parkhotel Bender hier Parkplätze erhalten bzw. kaufen können? Wie kann eine Stadt zukunftsfähig werden, wenn sie jetzt schon keinen Wohnraum hat? Von einem Bezahlbaren ganz zu schweigen. Wer glaubt, dass es nur eine schöne Innenstadtgestaltung braucht, um zukunftsfähig zu sein, der hat hoffentlich Antworten auf diese Fragen.



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