Lions Club Königstein ruft junge Engagierte im Hochtaunus zur Bewerbung auf

Kai Waldmann, der Beauftragte für Jugendarbeit des Lions Club Königstein (li.) und der Präsident, Florian Künne, freuen sich auf die Bewerber.Foto: Lions

Königstein (kw) – Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht selten im Rampenlicht. Er wächst dort, wo junge Menschen Verantwortung übernehmen – in Vereinen, Initiativen, Schulprojekten oder im persönlichen Einsatz für andere. Um dieses oftmals leise, aber wirkungsvolle Engagement zu würdigen, schreibt der Lions Club Königstein erneut seinen Jugendehrenamtspreis aus. Bewerbungen sind noch bis zum 10. April möglich.

Was als Impuls einzelner Clubmitglieder begann, hat sich in kurzer Zeit zu einer festen Institution entwickelt. Der Preis, inzwischen im dritten Jahr, richtet den Fokus auf junge Menschen unter 25 Jahren aus dem Hochtaunuskreis, die sich freiwillig und aus innerer Überzeugung für andere einsetzen. Dabei steht nicht die Größe eines Projekts im Vordergrund, sondern die Haltung dahinter: Initiative, Verlässlichkeit, Empathie und gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein.

Die Auszeichnung verfolgt dabei ein doppeltes Ziel. Einerseits soll sie Anerkennung schaffen für bereits Geleistetes. Andererseits setzt sie ein öffentliches Zeichen für die Bedeutung des Ehrenamts in einer Zeit, in der individuelle Lebensentwürfe oft stärker betont werden als gemeinschaftliches Handeln. Junge Engagierte werden so nicht nur geehrt, sondern als Impulsgeber sichtbar gemacht – mit Vorbildfunktion weit über ihr unmittelbares Umfeld hinaus.

In den vergangenen Jahren reichte das Spektrum der Preisträger von nachhaltigkeitsorientierten Jugendprojekten über engagierte Nachwuchskräfte in der Freiwilligen Feuerwehr bis hin zu jungen Trainerinnen und Trainern, die sich in Sportvereinen weit über das übliche Maß hinaus einbringen. Besonders erwünscht sind auch Initiativen, die sich generationenübergreifend engagieren – etwa durch Besuche bei älteren Menschen, Vorleseprojekte oder andere Formen persönlicher Zuwendung. Gerade in solchen Begegnungen, so die Überzeugung der Organisatoren, entstehen nachhaltige Lernprozesse auf beiden Seiten.

Das Preisgeld wurde in diesem Jahr auf insgesamt bis zu 2.500 Euro erhöht. Die Mittel sollen ausdrücklich wieder in die jeweiligen Projekte zurückfließen – sei es für Materialien, Fortbildungen oder neue Ideen. Ergänzt wird die finanzielle Förderung durch eine symbolträchtige Auszeichnung in Form eines gläsernen Pokals, der Wertschätzung und Transparenz gleichermaßen repräsentiert.

Die Schirmherrschaft hat erneut Ulrich Krebs übernommen. Der Landrat des Hochtaunuskreises unterstützt die Initiative seit ihrer Einführung und betont regelmäßig die zentrale Rolle des Ehrenamts für die Stabilität demokratischer Gemeinwesen.

Dass eine solche Förderung möglich ist, verdankt der Club nicht zuletzt eigenen Benefizveranstaltungen. Ein gesellschaftlicher Höhepunkt ist der diesjährige Frühlingsball, der am 21. März im Falkenstein Grand stattfindet. Unter dem Motto „Casino“ erwartet die Gäste ein festlicher Abend mit kulinarischem Rahmenprogramm, musikalischer Begleitung, Showelementen und einer Tombola. Die Erlöse kommen unmittelbar sozialen Projekten zugute – darunter auch dem Jugendehrenamtspreis. Engagement und Förderung greifen hier ineinander – wer schnell ist kann sich noch eine der letzten Karten reservieren.

Der Lions Club Königstein zählt derzeit 43 Mitglieder und versteht sich als aktiver Teil der regionalen Zivilgesellschaft. Ziel ist es, gesellschaftliche Verantwortung nicht nur zu diskutieren, sondern konkret umzusetzen. Entsprechend offen zeigt sich der Club für neue, engagierte Persönlichkeiten, die sich einbringen möchten.

Die Preisverleihung findet am 1. Juni um 19.30 Uhr ebenfalls im Falkenstein Grand statt. Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen sind über die Internetseite www.lions-club-koenigstein.de des Clubs abrufbar.

Der Jugendehrenamtspreis ist damit weit mehr als eine Auszeichnung. Er ist ein gesellschaftliches Signal: Verantwortung beginnt früh – und verdient öffentliche Anerkennung.



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