Eine Schule sagt „Nein“: St. Angela-Schule setzt ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Orange the World: Eine Schule sagt „Nein“

Königstein (kw) – Weltweit schließen sich jedes Jahr Frauen und Unterstützer zusammen, um ihre Stimme gegen Unterdrückung und Gewalt an Frauen zu erheben. Denn das Recht auf ein Leben frei von Angst und Gewalt steht jeder Frau und jedem Mädchen zu. Mit den Orange Days, einer seit 1991 bestehenden UN-Kampagne, wird auf diese Missstände aufmerksam gemacht.

Die St. Angela-Schule knüpft an die Tradition ihrer Namenspatronin Angela Merici an. In einer Zeit, in der Frauen kaum Selbstbestimmung kannten, setzte sie sich für die Bildung von Mädchen ein und legte damit einen wichtigen Grundstein für Emanzipation und Gleichberechtigung. Dieses Engagement prägt bis heute das Selbstverständnis der Schule: Gewalt und Unterdrückung widersprechen dem christlichen Menschenbild, das die Würde jedes Einzelnen in den Mittelpunkt stellt.

Am vergangenen Mittwoch setzte die Schule dafür ein deutliches Zeichen. Die gesamte Schulgemeinde startete gemeinsam mit einem Impuls in den Schultag. Schülerinnen des Leistungskurses Politik und Wirtschaft der Stufe Q1 präsentierten durch Fallbeispiele eindrücklich, wo und in welcher Form Gewalt gegen Frauen und Mädchen im Alltag vorkommen kann. Kerstin Walter, Vertreterin des Zonta Clubs Frankfurt, führte mit klaren Fakten vor Augen, wie wichtig und leider alltäglich das Thema Gewalt gegen Frauen – auch bei uns in Deutschland – ist.

In den Fürbitten beteten die Schülerinnen stellvertretend für die gesamte Schulgemeinde für ein Ende der Gewalt. Mit jeder Fürbitte entzündeten sie ein Teelicht als Zeichen der Solidarität. Bis zum 10. Dezember dauert die Aktion „Orange the World“ noch an.

 

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