Schulkabarett im Taunusgymnasium

Franz-Peter Budde (links) und seine Semantiker sind schon eifrig am Proben, die Wortspieler werden übrigens von Kevin Haubitz am Klavier unterstützt. Foto: TGK

Königstein (hhf) – Der große Zuspruch am Samstagabend, 9. März, beim Zweiten Königsteiner Poetry-Slam in der hiesigen Stadtbibliothek hat bewiesen, dass in Königstein ein enormer Bedarf an Poesie und Satire existent ist.

Der Zufall will es, dass nunmehr auch im Taunusgymnasium Schulkabaretttermine anstehen. Deutschlehrer Franz-Peter Budde bringt mit seinem Königsteiner Semantikensemble sein drittes Programm auf die Bühne. Der Titel ist sicher keine Überraschung: „Deutsch für Semantiker 3.0.“ Das Programm ist weitgehend neu und beinhaltet zahlreiche neue Gedichte und Dialogstücke, aber auch der viel zu früh verstorbene Frankfurter Satiriker Robert Gernhardt findet seinen Eingang ins Programm insofern, als seine Kategorie „Weil‘s so schön war“ weiter ausgebaut worden ist. Beispiel: „Paulus schrieb den Autokraten: Lasst Euch beim Autokauf beraten!“ Das dokumentiert spielerische Freude an der Sinnfreiheit; es sei denn, man billigt dem Wortspiel hier als auch generell Sinngebung zu. Wie dem auch sei: Sowohl die agierenden Schülerinnen und Schüler als auch Franz-Peter Budde und Kevin Haubitz an der Tastatur freuen sich über ZuschauerInnen mit Humor und Sinn für Hintersinn. Die Termine: 15. März und 29. März jeweils um 20 Uhr im Theatersaal des Taunusgymnasiums und am 22. März um 20 Uhr im Adelheidsaal der Evangelischen Kirchengemeinde.

Bleibt noch anzumerken, dass im Adelheidsaal teilweise ein anderes Programm gespielt wird als am Taunusgymnasium. Der Schwerpunkt wird dort „religiöser“ ausfallen. Jetzt ist es an den Königsteinerinnen und Königsteinern, zu beweisen, dass das zahlreiche Erscheinen beim Poetry-Slam nicht durch Einmaligkeit ein Alleinstellungsmerkmal in den Geschichtsbüchern der Stadt erlangt.

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