Thema Starkregen: Eigenvorsorge bleibt wichtiger Baustein des Schutzes

Die Stadt Königstein im Taunus hatte am Dienstag, 23. Juni 2026, zu einer Bürgerinformationsveranstaltung eingeladen, bei der die vom Ingenieurbüro Blank erstellten Starkregengefahrenkarten vorgestellt und mögliche Schutzmaßnahmen erläutert wurden.

Starkregenereignisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass innerhalb kurzer Zeit große Wassermengen oberirdisch abfließen und Straßen, Grundstücke sowie Gebäude überfluten können. Die vorgestellten Starkregengefahrenkarten ermöglichen eine erste Einschätzung möglicher Risiken im Stadtgebiet. Sie zeigen auf, wo sich Wasser sammeln oder verstärkt abfließen kann und an welchen Stellen Rückhalte- oder Lenkungsmaßnahmen sinnvoll sein können.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde deutlich, dass ein wirksamer Schutz vor Starkregen nur durch das Zusammenspiel kommunaler Maßnahmen und privater Eigenvorsorge erreicht werden kann. Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer können durch geeignete Vorkehrungen wesentlich dazu beitragen, Schäden an Gebäuden und Grundstücken zu reduzieren.

Zu den empfohlenen Maßnahmen der Eigenvorsorge zählen unter anderem:

• die Sicherung von Kellerfenstern, Lichtschächten und Hauseingängen gegen eindringendes Wasser,

• der Einbau beziehungsweise die regelmäßige Wartung von Rückstausicherungen,

• die Anpassung von Geländeflächen, damit Oberflächenwasser vom Gebäude weggeleitet wird,

• die Schaffung von Versickerungs- und Rückhaltemöglichkeiten auf dem eigenen Grundstück,

• die Entsiegelung von Flächen sowie die Nutzung von Regenwasserspeichern und Zisternen.

Die Stadt Königstein bedankt sich bei allen Teilnehmenden für das große Interesse und die konstruktiven Beiträge. Die vorgestellten Starkregengefahrenkarten sowie weiterführende Informationen stehen auf der städtischen Internetseite im Bereich „Umweltschutz & Klima – Klimaanpassung – Starkregengefahrenkarten“ zur Verfügung.

Darüber hinaus weist die Stadt auf das weiterhin geöffnete Beteiligungsformat hin. Bürgerinnen und Bürger können dort ihre Erfahrungen aus vergangenen Starkregenereignissen sowie Hinweise auf besonders betroffene oder gefährdete Bereiche im Stadtgebiet einbringen. Die eingehenden Rückmeldungen werden gesammelt und ausgewertet und fließen in die weitere Analyse und Bewertung der Starkregengefahren- und Starkregenrisikokarten ein. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Datengrundlage und zur Weiterentwicklung des kommunalen Starkregenmanagements.

Eines wurde bei der Veranstaltung besonders deutlich: Ein vollständiger Schutz vor Starkregenereignissen ist nicht möglich. Durch die Kombination aus kommunalen Maßnahmen und privater Eigenvorsorge können Risiken und mögliche Schäden jedoch deutlich reduziert werden.

Weitere Informationen zu den Starkregengefahrenkarten:

https://www.koenigstein.de/umweltschutz-klima/klimaanpassung/starkregeng...

Beteiligungsplattform:

https://mapview.hydrotec.de/models/SRRM-Koenigstein/



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