Hochtaunus (kw) – Der Verkehrsverband Hochtaunus (VHT) hat das neue Buslinienkonzept für die Bus-Bündel HTK-Mitte und HTK-Nord vorgestellt. Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember tritt ein neuer Verkehrsvertrag in Kraft, der zahlreiche Verbesserungen für die Fahrgäste im Hochtaunuskreis vorsieht. Grundlage für das neue Angebot ist der Nahverkehrsplan des Hochtaunuskreises, der unter breiter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger in den vergangenen zwei Jahren erarbeitet wurde. Die Verkehrsleistungen wurden europaweit ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt die HLB Hessenbus.
„Mit dem neuen Buslinienkonzept setzen wir den konsequenten Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs im Hochtaunuskreis fort. Wir schaffen bessere Verbindungen, stärken die Mobilität im ländlichen Raum und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, sagte Landrat Ulrich Krebs.
Zu den wichtigsten Verbesserungen zählen eine neue durchgehende Verbindung von Grävenwiesbach nach Bad Homburg sowie deutliche Angebotsausweitungen auf mehreren Relationen. So steigt beispielsweise das Fahrtenangebot an Schultagen zwischen Mammolshain und Königstein um 44 Prozent, zwischen Oberems und Königstein um 33 Prozent und zwischen Riedelbach und Neu-Anspach um 21 Prozent.
Auch Freizeit- und Alltagsradfahrer profitieren vom neuen Konzept. Auf der Linie 57 werden vom 1. März bis zum 31. Oktober zusätzliche Fahrradkapazitäten geschaffen. Neben der regulären Mitnahmemöglichkeit können fünf weitere Fahrräder – darunter bis zu drei E-Bikes – transportiert werden. Zudem wird die Linie an Wochenenden stündlich ab Bad Homburg verkehren.
„Ein attraktiver Nahverkehr ist Daseinsvorsorge, Klimaschutz und Standortpolitik zugleich“, betonte Frank Denfeld, Geschäftsführer des VHT.
Bürgerbeteiligung
Vor der endgültigen Umsetzung möchte der VHT die Erfahrungen und Hinweise der Fahrgäste einbeziehen. Die Fahrpläne werden vom 1. Juli bis 16. August auf der Homepage des RMV (s.u.) veröffentlicht. Im Rahmen einer Online-Beteiligung können Bürger Anregungen zu einzelnen Fahrten und Anschlüssen einbringen. Ziel ist es, Details dort anzupassen, wo bereits kleine Änderungen einen großen Nutzen für die Fahrgäste entfalten können.
„Die Bürgerbeteiligung hat bereits bei der Erstellung des Nahverkehrsplans wertvolle Impulse geliefert. Diesen Dialog möchten wir fortsetzen und die Menschen im Hochtaunuskreis auch bei der Feinabstimmung der Fahrpläne mitnehmen“, erklärte Bereichsleiter Verkehrsplanung VHT Felix Schmidt.
Weitere Informationen zum neuen Buslinienkonzept und zur Online-Beteiligung finden Interessierte unter https://www.rmv.de/c/de/start/vht/aktuell/neues-busverkehrskonzept.