Wie wünschen wir uns Königstein? Grüne fragen – hier die Antworten

Königstein (kw) – Bündnis 90/Die Grünen haben auf dem Königsteiner Wochenmarkt Passanten nach ihren Wünschen für die Entwicklung der Stadt Königstein gefragt. Über die vielfältige Teilnahme der Mitbürger freuten sich Bärbel von Römer-Seel und Winfried Gann als Stadtverordnete und Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl 2026 am meisten. Die Königsteiner Bürger formulierten ein breites Spektrum an Wünschen – von Verkehr und Finanzen bis hin zu Stadtbild und Lebensqualität. Ganz oben auf der Liste stehen solide städtische Finanzen, verbunden mit der Forderung nach geringeren Grundsteuer-Hebesätzen.

Im Verkehrsbereich zeigt sich großer Handlungsdruck: Ein Bürger verlangte Tempo 30 auf der Sodener Straße, andere bessere Abläufe auf B455 und B8, einen zuverlässigeren ÖPNV, aber auch weniger Busverkehr in der Innenstadt. Sichere Radwege waren ebenso Thema, allerdings auch klare Regeln für die Fußgängerzone, wo Fahrräder und Roller künftig geschoben werden sollten. Eigentlich hatten das die Stadtverordneten vor längerer Zeit so beschlossen, aber die Umsetzung lässt noch auf sich warten. Lärmbelastung ist nicht nur auf der Straße ein Thema: Kein Fluglärm in der Kurstadt, kein nächtliches Hupen der K-Bahn, so lauteten weitere Wünsche.

Stark im Fokus steht das Stadtbild. Die Frankfurter Straße, das Eingangstor zur Stadt, soll attraktiver gestaltet werden. Weniger parkende Autos, mehr Platz für Fußgänger und Fahrradfahrer. Die Neugestaltung der Stadtmitte müsse endlich Fahrt aufnehmen, vereinzelt kam aber auch der Wunsch, die Konrad-Adenauer-Anlage unverändert zu erhalten. Die Burgen wieder freizuschneiden, so dass Blickachsen wieder hergestellt werden, wünschte sich ein Passant.

Für mehr Aufenthaltsqualität fordern Bürger überdachte Sitzplätze im Park und mehr sichtbare Freundlichkeit im öffentlichen Raum. Um Kosten zu sparen, wurde angeregt, einen festen Weihnachtsbaum zu pflanzen, um so die jährlichen Aufwendungen für die Baumaufstellung einzusparen.

Sicherheitsbedenken angesprochen

Gleichzeitig formulierte man Sicherheitsbedenken in den Parks der Stadt. Rund um die Theodor-Heuss-Anlage wurde ab 22 Uhr mehr Präsenz von Security oder Ordnungskräften gefordert.

Weitere Anliegen reichen von mehr Barrierefreiheit über die Reduzierung der Straßenbeitragskosten bis hin zum Wunsch nach einer Haupt- und Realschule vor Ort. Eine Mammolshainerin bat darum, mehr als nur ein Paket Müll- oder Papiertüten pro Ausgabe zu erhalten. (Hier der hilfreiche Hinweis, dass Königsteiner Bürger bei der Kur- und Stadtinformation zu den Öffnungszeiten Gelbe Säcke und Papiertüten nachholen können. Allerdings ist das für Bewohner der Ortsteile mit größerem Aufwand verbunden.)

Auch kleine, symbolische Details kamen zur Sprache – etwa die erneute Beleuchtung des Engels am Haus der Begegnung.

Oft gingen wie beim Tempolimit oder Kurbad die Meinungen auseinander: Während auf der einen Seite Tempo 30 km/h gefordert wurde, wünschten andere Mitbewohner, die Beschränkung Richtung Falkenstein zumindest außerhalb der Schulzeit wieder fallen zu lassen. Viele wollten das Kurbad auf jeden Fall erhalten und sanieren, einige es aber am liebsten abreißen.

Insgesamt zeichnet sich ein klares Bild: Die Königsteiner wünschen sich eine Stadt, die effizienter funktioniert, ruhiger wird, an Charme gewinnt – und in der man sich sicher und willkommen fühlt. Auch gibt es bei vielen Themen verschiedene Auffassungen und oft gegensätzliche Wünsche, so dass Politik zum Wohle aller eine Herausforderung bleibt.



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