Sanierte Radroute durch Helm und Kündiger offiziell übergeben

Daumen hoch von Thorsten Kleipa (Ordnungsamt Kelkheim) für die Bürgermeister Leonhard Helm (links) und Bürgermeister Albrecht Kündiger (rechts) sowohl für die erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit bei diesem Projekt als auch den persönlichen Streckentest per Rad. Fotos: Puck

Kelkheim/Schneidhain (pu/kw) – Es mag dem einen oder anderen nicht schnell genug gehen, dennoch sind kontinuierliche Bemühungen zur Optimierung des Radwegenetzes nicht von der Hand zu weisen. Neuester Beleg: die jüngst abgeschlossene Sanierung der beschilderten Radroute durch das Braubachtal zwischen Kelkheim-Hornau und Königstein-Schneidhain.

Zur offiziellen Präsentation luden die Magistrate der beiden beteiligten Kommunen an der Gemarkungsgrenze zum Pressetermin, in dessen Verlauf die Bürgermeister Albrecht Kündiger (Kelkheim) und Leonhard Helm (Königstein) sowohl über die fertiggestellte Maßnahme informierten als auch höchstpersönlich ein paar Meter auf dem Rad auf Tauglichkeit überprüften.

Ärgernis und Gefährdung

Lange Jahre war der schlechte Zustand des Wegeabschnitts, der sowohl von Spaziergängern, Hundebesitzern, Joggern und Radfahrern rege genutzt wird, vor allem für letztgenannte Gruppe ein Ärgernis. Erschwerend kam es auf der Steilstrecke in der Vergangenheit zu Gefährdungen, wenn der Schotterbelag während stärkerer Regenfälle tiefer ausgespült wurde. Dies vor Augen wurde dieses Sanierungs-Projekt der interkommunalen Zusammenarbeit der jeweiligen Kreise Hochtaunus und Main-Taunus sowie der beiden Städte Kelkheim am Taunus und Königstein im Taunus gestartet und mit Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde entschieden, diesen kurzen Abschnitt zu asphaltieren.

Start 2018

Unter der Federführung von Torsten Kleipa (Ordnungsamt Kelkheim) und Joachim Helsper (Stellvertretender Fachbereichleiter und Fachdienstleiter Bauen Königstein), die beide zu passionierten Radfahrern zählen, begann die Baumaßnahme 2018 mit dem 850 Meter langen Abschnitt vom Beginn des Weges am Liederbachtal bis oberhalb des Braubachweihers. Für diesen ersten Abschnitt schlugen an Kosten rund 9.000 Euro zu Buche.

In der zweiten Phase war auf etwa 700 Metern Länge der weitere Wegeverlauf bis kurz vor Schneidhain an der Reihe. Nach dem Rückschnitt von in den Luftraum über dem Weg hineingewachsenen Büschen und Bäumen durch einen Ruppertshainer Fachbetrieb mit einem Kostenaufwand von 3.200 Euro schloss sich nach der Vegetationszeit Mitte Oktober letzten Jahres auf einer Länge von 670 Metern zunächst die Schotterung und Aufbringung von Sand auf Hornauer Gemarkung mit Kosten von knapp 12.000 Euro an.

Zum Abschluss der Gesamtmaßnahme wurde im November das etwa 30 Meter lange Steilstück im Bereich der Gemarkungsgrenze zu Schneidhain asphaltiert.

Für diesen letzten Abschnitt mussten rund 7.500 Euro aufgewendet werden, wovon die Stadt Königstein im Verhältnis des betroffenen Gemarkungsgebietes einen Anteil von zwei Dritteln trägt.

Das Ergebnis bezeichnete Kelkheims Bürgermeisters Albrecht Kündiger als „gelungene Sache“. Mit dem Ausbau im Naherholungsgebiet sei das Radfahren zwischen den beiden Städten noch attraktiver geworden.

Sein Königsteiner Amtskollege Leonhard Helm konnte da nur beipflichten: „Das Fahrrad gewinnt zunehmend an Bedeutung, und wenn wir darauf als ernstzunehmendes Beförderungsmittel setzen wollen, müssen auch die Wegeverbindungen dementsprechend ausgebaut sein, damit unter anderem auch Pendler auf dem wochentäglichen Weg zur Arbeit davon profitieren.“ Beide Rathauschefs zählen derartige Maßnahmen zu den großen zukünftigen kommunalen Aufgaben und betonten, es gebe viele Berührungspunkte, um Projekte voranzubringen. Als Beispiele wurde die Schaffung eines Radwegs entlang des Ölmühlwegs zwischen Ruppersthain und Königstein ebenso genannt wie einer durch das Liederbachtal entlang der „Roten Mühle“. In diesem Fall sei jedoch auch Bad Soden mit ins Boot zu holen. Darüber hinaus gelte es außerdem, gemeinsam an Lösungen für den Hochwasserschutz oder an der Attraktivitätssteigerung der Regionalbahn 12 zu arbeiten.

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