Die Schneidhainer singen den Sommer herbei

Zum großen Finale traten die Chöre aus Schneidhain und Oberreifenberg gemeinsam auf, mit der Folge, dass die Bühne so voll war, dass Dirigent und Pianist auf ein Podium davor ausweichen mussten (oben). Der herrliche Blumenschmuck zog sich bis zum Spendenbutler am Ausgang und auch das Kuchenbüffet gehörte zu den Sehenswürdigkeiten (unten). Fotos: Friedel

Schneidhain (hhf) – „So klingt moderne Chormusik...“, damit hatte Moderator Gerhard Heere – der zwischendurch auch mitsang – wahrlich nicht zu viel versprochen. Natürlich kann ein Frühlingskonzert nicht ganz ohne „Frühlingsgruß“ von Robert Schumann oder die irische Weise „Leuchtet der Morgen“ auskommen, damit war es aber auch schon annähernd vorbei mit den schulbekannten Musikstücken.

Beinahe chartsmäßig kamen „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen ebenso zu Gehör wie „Conquest of Paradise“ von Vangelis – auch bekannt als die Henry-Maske-Melodie – oder „I will follow him“ nach Sister Act und sogar Wolfgang Petry war mit „Verliebt, verloren, vergessen, verzeihen“ vertreten.

Manfred Bühler kam mit „Das Lied der Freude“, „A song of joy“ und „Walk in the Light“ gleich drei Mal zum Zuge, nach Coldplay feierte man „Viva la vida“ und Ludwig van Beethoven durfte mit „Freude schöner Götterfunken“ nicht fehlen.

Da sich das Konzert der Schneidhainer Sänger mit der Jahreszeit befasste, in der auch die Hormone aus dem Winterschlaf erwachen, standen die Auffassungen von Elton John/Tim Rice („Can you feel the love tonight“) und Elvis Presley („Can‘t help falling in love“) einander gegenüber, es wuchs „Die Rose“ von Amanda McBroom und natürlich wurde der Forderung von Wolfgang Amadeus Mozart reichlich nachgegeben: „Lieder sing mir“. Der gastgebende Gesangverein 1893 Schneidhain e.V. erhielt tragende Unterstützung von ChORONA Reifenberg, zunächst sangen die Chöre abwechselnd, dann traten sie auch zusammen auf – ein Umstand, der dadurch begünstigt worden ist, dass sie mit Christian Hauck seit Kurzem den gleichen Chorleiter haben. Die ehemalige Chorleiterin Agnes Gottschalk war auch gekommen und wurde mit einem riesigen Beifallssturm geehrt, reichlich Applaus hatte sich auch Pianist Marius Closca verdient.

Das absolute Tüpfelchen auf dem i war – wie seit einigen Jahren Tradition – die üppige Blumendekoration von Christa Göbel und Ursula Krieger-Kunz, die gemeinsam mit dem hellen Licht wahrhaftig den Frühling in die angenehm kühl temperierte Heinrich-Dorn-Halle zauberte. Das verlockte die an vier langen Tischreihen platzierten Zuhörer*innen zwar zum längeren Verweilen, aber nicht im Sitzen, denn nach der zweimaligen Zugabe, dem Spiritual „This little Light of mine“ wurde das Kuchenbüfett eröffnet, was ähnlichen Kultstatus besitzt wie die Frühlingsdekoration, die übrigens zum Einkaufspreis mit nach Hause genommen werden konnte.

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