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20 Jahre Partnerschaft zwischen Aberystwyth und Kronberg

Bisher war Aberystwyth die einzige Partnerschaft, deren Name weder eine Straße noch einen Platz ziert. Ab kommenden Samstag hat dieses bisherige Versäumnis ein Ende. Um 11 Uhr wird der Kreisel in der Merianstraße offiziell zum Aberystwyth-Kreisel getauft. Dazu sind alle Bürger eingeladen. Foto: S. Puck

Kronberg (pu) – Das kommende Wochenende steht ganz im Zeichen der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen dem aktuell 13.040 Einwohner zählenden walisischen Seebad Aberystwyth an der Cardigan Bay und Kronberg im Taunus.

Freundschaft seit 1968

Die Freundschaft beider Orte an sich reicht sogar bis ins Jahr 1968 zurück, als auf Initiative und unter Leitung des damaligen Studienrats Friedrich Pratschke erstmals Kontakte zwischen der Altkönigschule Kronberg und der Penglais School geknüpft wurden, die in einen ersten Schüleraustausch mündeten. Zu einer der ersten, die seinerzeit die Burgstadt im Taunus besuchten und durch immensen persönlichen Einsatz die Kontaktintensivierung vorantrieb, gehörte auf walisischer Seite Jaine Thomas, die auch vor zehn Jahren der Feier zur zehnjährigen Partnerschaft beiwohnte.

Letztendlich ist es allerdings der unverdrossenen Zielstrebigkeit des Vaters, Motors und prägenden Gesichts Friedrich Pratschke zu verdanken, dass auf seine Initiative hin nach jahrzehntelangem regelmäßigen Schüleraustausch 1995 in einem ersten Schritt die Gründung des Partnerschaftsvereins erfolgte. Zwei Jahre später wurde die Städtepartnerschaft endgültig auch offiziell besiegelt. Unter der Ära des langjährigen Vereinsvorsitzenden gelang es, sämtlichen Hindernissen zum Trotz, das anfangs zarte Verschwisterungs-Pflänzlein immer stärker zur Blüte zu bringen. In Anerkennung seines herausragenden Engagements ist „Aberfritz“, wie er liebe- und respektvoll in Aberystwyth genannt wird, nicht nur Ehrenmitglied im eigenen Verein; die Stadt Kronberg hat ihm die Ehrenplakette verliehen. Die Geschwistergemeinde ernannte ihn am 1. Juli 2011 zum Ehrenbürger. Das kontinuierlich gewachsene geschwisterliche Verhältnis zwischen den Bürgern beider Städte lässt sich neben dem Schüleraustausch an Chorfahrten und zusätzlichen kulturellen Begegnungen ablesen. Aus dem Terminkalender des Partnerschaftsvereins von Aberystwyth ist beispielsweise die Teilnahme am Kronberger Weihnachtsmarkt längst nicht mehr wegzudenken.

Gern in der Burgstadt gesehene und vor allem gehörte Gäste sind die Mitglieder der Brassband der Penglais School mit ihrem langjährigen Dirigenten Alan Phillips. Die Musikgruppe gilt für die Talente aller Aberystwyther Schulen als Top-Adresse. Die am heutigen Donnerstag in der Burgstadt eintreffenden zwölf Schüler beabsichtigen zum einen mit ihrem breit gefächerten Repertoire die geladenen Gäste im Rathaus in die richtige Feststimmung zu versetzen, zum anderen wollen sie als belebendes Element auf dem Kunst- und Weinmarkt agieren.

Nach Information von Pratschkes Nachfolgerin, der aktuellen Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins Kronberg-Aberystwyth, Dr. Barbara Reimer, wird die insgesamt 29-köpfige walisische Delegation vom seit Mai amtierenden Bürgermeister Steve Davis und der Vorsitzenden des Aberystwyther Partnerschaftsvereins, Karol Kolczac, angeführt.

Programm

Zum Auftakt des Festwochenendes zum 20-jährigen Partnerschaftsbestehen wird am Freitag um 16 Uhr im Integrationstreff, Adlerstraße 1, die Ausstellung „Landschaften Kronberger Malerkolonie neuinterpretiert“ und „Beautiful imperfection“ Skulpturen mit Arbeiten des Leistungskurses der Altkönigschule Kronberg eröffnet. Dazu sind interessierte Kronberger gerne eingeladen. Ausschließlich für geladene Gäste findet der Festabend im Rathaus statt, in dessen Verlauf der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Kronberg im Taunus vorgesehen ist.

Zu einem der Höhepunkte zählt zweifellos außerdem die Umbenennung des Kreisverkehrsplatzes in der Merianstraße in Aberystwyth-Kreisel am Samstag um 11 Uhr, zu der alle interessierten Burgstädter erneut eingeladen sind. Eine weitere Gelegenheit mit den Walisern ins Gespräch zu kommen bietet der Kunst- und Weinmarkt.

Im Verlauf ihres kurzen Aufenthalts beabsichtigen die Gäste die Region um die Burgstadt herum näher zu erkunden. Daher steht wunschgemäß auch eine Schifffahrt auf dem Main auf dem Programm. Während der Großteil der Waliser schon am Montag abreist, bleiben die Schüler sogar bis Mittwoch.

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