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Brauchtumspflege im historischen Gemäuer – Ostereiersuche

Claire (hinten) und Elisa (mit Micky-Maus-Mütze) sind gerade fündig geworden.

Foto: S. Puck

Kronberg (pu) – Das gepflegte Rasengrün des Prinzengartens war Ostersonntag zum wiederholten Mal vorübergehend mit bunten ovalen Farbtupfern durchsetzt. Verantwortlich dafür zeichneten Burgfrau Andrea Galvagnini und Ehemann Matthias, ein bärtiger Freiherr aus dem Geschlecht der von Arnswied, von der Kronberger Rittergarde des Kappenklub Kronberg, die sich als Osterhasen betätigt und insgesamt 240 selbst gefärbte Eier auf dem Gelände versteckt hatten.

Ihrem einladenden Ruf folgend erklommen bedingt durch das wechselhafte Wetter zwar weniger Ausflügler als erwartet mit Kind, Regenschirm, Körbchen, Eimerchen oder zu Sammelbeutel umfunktionierten Mützen den Burghügel, doch die begaben sich mit großer Freude in historischem Ambiente dem Brauch entsprechend auf Gelände-Erkundung nach Ostereiern als Symbol der Auferstehung.

Eiserne zu beachtende Regel: „Begleitende Eltern und Großeltern dürfen nicht mitsuchen, da verstehe ich keinen Spaß!“, so Galvagninis ausdrücklicher Hinweis, bevor er den Weg mit einem knappen: „Los geht‘s!“ frei gab. Damit das Ganze sowohl Kleinsten als auch älteren Kindern gleichermaßen Spaß bereitete, gab es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade.

Während den Dreikäsehochs die Erfolgserlebnisse nicht allzu schwer gemacht wurden, bot der Einsatz sogenannter „Tarneier“ zusätzlichen Anreiz. „Ich liebe grüne Eier“, blitzte doch tatsächlich der Schalk aus den Augen des gewieften Osterhasen-Profis Galvagnini.

Auf der Suche nach österlichen Aktivitäten waren die Eltern der vierjährigen Claire aus Kelkheim im Internet auf das Angebot gestoßen und hatten sich daher auf den Weg in die Burgstadt gemacht. Direkt neben ihr suchte die gleichaltrige Elisa aus Kronberg nach den bunten Präsenten. „Ich hab eins“, riefen die Kleinen zeitgleich und in der Tat, die eine förderte aus dem Blumenbeet ein gelbes Ei, die andere ein pinkes zutage.

Die Kronberger Rittergarde nahm die beliebte österliche Veranstaltung erst vor neun Jahren ins Aufgabenrepertoire auf. Als Initialzündung diente damals eine Ritter- und Wappenausstellung auf der Burg, für die eigens Ostereier mit verschiedenen Wappen dekoriert wurden.

Zusätzliche attraktive Voraussetzungen für ein längeres Verweilen nach dem Fußmarsch zum Kronberger Wahrzeichen hatte der Burgverein mit der Osterausstellung „Gesammelte Traditionen“, dem geöffneten Burg-Café, Osterhasenbesuch aus dem Opel-Zoo und Führungen geschaffen. Am Feiertagswochenende bestand letztmals die Gelegenheit, javanische Batik, europäisches Porzellan und dazu passend verzierte Eier in Augenschein zu nehmen und womöglich die österliche Dekoration zu Hause durch ein Erzeugnis der Kunsthandwerker zu ergänzen oder Schmuck für kleine und große Burgprinzessinnen zu erstehen.

Ihre kreativen Fähigkeiten hatten des Weitereren die örtlichen Kindergärten und -tagesstätten unter Beweis gestellt und für weitere Hingucker der Ausstellung gesorgt.

Suche nach goldenem Ei fiel aus

Dauerregen und kühle Temperaturen machten dagegen den SPD-Osterhasen einen Strich durch die Rechnung. Der Wettbewerb ums goldene Ei musste aufgrund der Nässe nach Aussage des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Thomas Kämpfer entfallen. Ein paar Sozialdemokraten verteilten dennoch Süßigkeiten an Kinder, die trotz des miesen Wetters gekommen waren.

Der Rest der Eier und Süßigkeiten ging einen Tag später an die Kindergärten.

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