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Elementare Verbindungen – Zeljko Rusic in der Galerie Kerstner

Der Bildhauer Zeljko Rusic verzichtet bei seinen Werken bewusst auf einen Titel.

Foto: privat

Kronberg. – Zeljko Rusic, 1967 in Kroatien geboren und seit 1991 in Königsfeld im Schwarzwald lebend, ist ein Bildhauer ganz im ursprünglichen Wortsinne, auch wenn sein favorisiertes Arbeitsgerät neben dem Meißel mittlerweile die Kettensäge ist – ein Handwerkszeug, das er virtuos beherrscht. Seine neuesten Arbeiten sind ab heute, Donnerstag, in der Galerie Kerstner, Friedrich-Ebert-Straße 7, zu sehen. Morgen, Freitag, 29. November von 16 bis 20 Uhr wird der Holzbildhauer zur Ausstellungseröffnung persönlich anwesend sein und gerne mit den Gästen über seine Kunst ins Gespräch kommen.

Rusic weiß, was vom Holz weggeschlagen, weggeschnitten, entfernt wird, ist endgültig verloren. Jeder Hieb, jeder Schlag in das Holz muss äußerst präzise gesetzt sein. Diese Tatsache gibt seinem plastischen Denken und seinem bildhauerischen Schaffen eine unnachahmliche Besonnenheit. So grob die Hiebe in das Holz erscheinen, so zerbrechlich, oftmals nahe dem Abgrund, stehen die Menschen auf Rusics Holzstelen.

Rusics gewöhnliche Figurencharaktere berichten stets von Existentiellem und spiegeln die ganzen Facetten des Menschseins und der Gesellschaft wider.

Ob lebensgroße Figur, Stelenfigur oder unscheinbarer Winzling, Rusic orientiert sich stets am Menschenmaß und lässt den Betrachter an der Verortung des Menschen teilhaben. Durch geschicktes Arrangement werden spannungsvolle Bezüge hergestellt – aber man kann auch jeder einzelnen Figur als Dialogpartner begegnen. Titel lässt der Künstler bewusst weg, denn er fordert vom Betrachter die Kommunikation mit seinen Werken und lässt bei der Interaktion die größtmögliche Freiheit der Interpretation.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind Donnerstag und Freitag von 16 bis 19 Uhr sowie Samstag von 10 bi 14 Uhr und fast jederzeit nach telefonischer Vereinbarung unter 0171-4709465. Die Finissage ist Freitag, 24. Januar von 16 bis 20 Uhr.

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