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Kommentar

Sylvia Puck

Kommentar Spielregeln

Kronberg (pu) – Dass die Planspiele „Landschaftsfenster Malerblick“ mittels vorpreschender Fraktionen an die Öffentlichkeit gelangten, wirft Fragen auf.

Diesem Vorgehen schiebt im Grunde genommen die Hessische Gemeindeordnung einen Riegel vor. Magistratsmitglieder dürfen zwar Informationen in ihre Fraktionen tragen, allerdings hätte man von deren Seite vor der geplanten Präsentation, in deren Verlauf die breite Öffentlichkeit über das Projekt im Detail in Kenntnis gesetzt werden sollte, nicht aktiv werden dürfen. So ist das Ganze als Verstoß gegen die Spielregeln zu sehen.

Abgesehen davon ist das Herauspicken einzelner Informationen, bevor sich sowohl die Gremien als auch die Allgemeinheit in Ruhe ein Bild von allen auf dem Tisch liegenden Fakten machen konnte, weder seriös noch motivationsfördernd für Ideengeber. Über Geschmack lässt sich bekanntlich trefflich streiten und selbstredend bedarf jede Veränderung und Entscheidung der sorgfältigen Diskussion und Abwägung. Andererseits, wenn bereits bei einem vermeintlich weniger brisanten Thema, einem kleinen Puzzleteil für die Stärkung des Tourismus- und Kulturstandorts Kronberg, ein Tabu gebrochen wurde, drängt sich die Frage auf ,,was passiert, wenns ans Eingemachte geht.

Wer in den letzten Wochen die Szenerie als neutraler Beobachter betrachtete, konnte sich angesichts der rapide hochkochenden Emotionen des Eindrucks nicht erwehren, die Zukunft der ganzen Stadt stehe auf dem Spiel. Man sollte schon die Kirche im Dorf lassen!

Damit wären wir bei den Aspekten Außenwirkung, Relation und Umgang miteinander. Zum wiederholten Mal fällt negativ auf, dass Ideen schon im Ansatz wegen Engstirnigkeit und fehlender Visionen Gefahr laufen rigoros im Keim erstickt zu werden.

Während in der Region liegende Städte und Kommunen dem veränderten Zeitgeist Rechnung tragen und teils durch bereits realisierte Projekte aufhorchen lassen, hat sich die Burgstadt seit Langem den Ruf erworben, weder experimentier- noch entscheidungsfreudig zu sein.

Fingerspitzengefühl, Takt- und Verantwortungsbewusstsein sollte stets das Gebot der Stunde sein statt Stimmungsmache!

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