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Mobile Beratung und Freizeitspaß mitten im Victoriapark

Die mobile Beraterin, Sozialpädagogin Laura Löhr (Mitte), sowie die beiden Übungsleiterinnen Laura Rieth (links) und Rosa Raab halten in der Hoffnung auf viele Interessierte leckere Smoothies bereit. Foto: S. Puck

Kronberg (pu) – Dritte Ferienwoche, viele Freunde im Urlaub und die derzeitige Wetterlage lockt jugendliche Wasserratten nicht zwingend täglich ins Waldschwimmbad. Also, was geht?

Montag ist das „Café ZugVogel“ der mobilen Berater des gemeinsamen Präventionsprojekts des Zentrums für Jugendberatung und Suchthilfe für den Hochtaunuskreis nach zweijähriger Pause abermals im idyllischen Victoriapark, oberhalb des Schillerweihers an der Bleichstraße, gelandet. Das rote Sonnensegel ist gesetzt, der markante bunte Bauwagen geparkt, um jungen Leuten ab zwöf Jahren auf der Suche nach sommerlichen Freizeitaktivitäten bis Freitag, 22. August jeweils montags bis freitags von 16 bis 21 Uhr eine Alternative, ein kostenfreies Open-Air-Präventionsangebot, zu bieten. „Je nach Lust und Laune kann man bei uns kochen, Smoothies und Cocktails mixen und trinken, am Light-Painting oder Batiken teilnehmen, sich beim Speedminton verausgaben oder einfach in einem unserer gemütlichen Liegestühle chillen“, vermittelt die für Kronberg zuständige Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin Laura Löhr einen kleinen Überblick. Um sicherzustellen, dass nur angeboten wird, was zurzeit tatsächlich angesagt ist, führte sie im Vorfeld bei Schülern der Altkönigschule eine Umfrage durch.

Sportliche, kreative oder spielerische Betätigung ist sofern gewünscht garantiert, Mitmach-Zwang besteht keinesfalls. Vielmehr sollen die Jugendlichen vom Schulstress abschalten, den Sommer genießen und Gleichaltrige treffen. Bei Redebedarf ist die 25-Jährige, die durch die Übungsleiterinnen Laura Rieth und Rosa Raab tatkräftig unterstützt wird, direkt zur Stelle.

„Die meisten gehen automatisch davon aus, wir seien ausschließlich für alles rund um die Themen Sucht und Drogen zuständig, dabei helfen wir natürlich auch bei schulischen oder familiären Problemen“, räumt Laura Löhr mit Vorurteilen auf. Im letzten Dezember hat sie die Nachfolge von Nicole Flegel angetreten und ist üblicherweise dienstags, mittwochs und freitags ab 12 Uhr im Jugendzentrum Oberhöchstadt für die Jugendlichen da. Jeden Dienstag findet zusätzlich von 15 bis 18 Uhr eine offene Sprechstunde ebenfalls im Jugendzentrum statt.

Der Wunsch, sich im sozialen Bereich zu engagieren, reifte schon vor zehn Jahren. „Meine Schwester leidet am Down-Syndrom, dadurch geprägt habe ich sicherlich einen anderen Blick für das Umfeld“, verrät die gebürtige Wiesbadenerin die Beweggründe, die in der Schulzeit zur Gründung ihres Projekts „Alt und jung gemeinsam“ führten. Nach dem Abitur ging sie für ein Jahr als Au-pair nach Paris, dort nahm der Gedanke für eine berufliche soziale Tätigkeit endgültig Gestalt an. Im Mai letzten Jahres beendete sie erfolgreich ihr Studium in ihrem Wohnort Mainz.

Voller Motivation und Elan bringt sie seit einigen Monaten ihre Erfahrungen in Kronberg ein. Wohlwissend um die finanzielle Situation hofft sie auf die Möglichkeit einer jährlichen Durchführung des sommerlichen Open-Air-Präventionsangebots in der Burgstadt ähnlich wie in Bad Homburg oder Oberursel. „Ein fest im Veranstaltungskalender verankertes und dadurch verlässliches Angebot bleibt nun einmal besser im Gedächtnis und wird meist besser angenommen.“

Zum Wochenanfang standen Bodypainting mit André Link und die Bewältigung eines Freerunning-Parcours auf dem Programm. Einer der Höhepunkte verspricht das am Montag stattfindende Light-Painting zu werden. Dabei verändert man in der Dunkelheit Fotos mithilfe von LED-Leuchten oder Wunderkerzen und bringt durch das „Zeichnen“ ergänzender Flügeln zum Beispiel Batman zum Vorschein. Der Inspiration sind dabei nur wenig Grenzen gesetzt, ebenso wie beim Batiken und der Verwandlung von Seesäcken in witzige Turnbeutel oder Notizbücher sowie der Herstellung bunter Loom-Armbänder.

Zum feurigen Finale Freitag, 22. August, besteht zunächst die Gelegenheit, mittels einer Feuerschale die Flammen zu entzünden zum Rösten des Stangenbrots. Selbstverständlich dürfen sich die Besucher auch selbst bei der Tagesplanung oder dem Auf- und Abbau einbringen und damit Verantwortung für das gemeinsame Projekt übernehmen. „Wir freuen uns über jeden, der kommt und eine gute Zeit mit uns verbringen will und natürlich kann man sich das Ganze auch erst einmal in Ruhe anschauen“, will Laura Löhr mögliche Berührungsängste erst gar nicht aufkommen lassen. Details zum seit über 20 Jahren durch den Hochtaunuskreis ziehenden „Café Zugvogel“ gibt es im Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe für den Hochtaunuskreis in der Louisenstraße 9 in 61348 Bad Homburg oder unter der Mobil-Nummer 0176-78556410.

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