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Reisegruppe begeistert von der „Boom-Town“ Leipzig

Musikalische Führung der Kronberger Reisegruppe durch das Gohliser Schlösschen

Foto: privat

Kronberg (kb) – Der Ballungsraum Leipzig-Halle mit Leipzig als Zentrum und „Boom-Town“, 28 Jahre nach Beendigung der deutschen Teilung, war Ziel der diesjährigen Fahrt des Partnerschaftsvereins Kronberg-Ballenstedt vom 18. bis 24. Juni.

Bis 1990 gehörte Kronbergs Partnerstadt zum DDR-Großbezirk Halle, bevor dieser im Zuge der Wiedervereinigung aufgelöst und Bestandteil des „neuen“ Bundeslandes Sachsen-Anhalt wurde. Halle – neben Magdeburg größte Stadt Sachsen-Anhalts und Verlierer im Wettstreit um den Sitz der Landesregierung war erstes Ziel der Reisegruppe. Nach relativ geringer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg hat Halle größere Verluste historischer Bausubstanz während der DDR-Zeit hinnehmen müssen und präsentierte sich den Kronbergern während des Stadtrundgangs mit einem Baustilmix von mittelalterlicher Marienkirche, Straßenzügen mit Gründerzeitarchitektur, sozialistischen Plattenbauten mitten im Zentrum und in der nach sozialistischen Grundsätzen konzipierte Arbeiterstadt Halle-Neustadt. Diese und die mittelalterliche Burg Giebichenstein, an denen die anschließende Busrundfahrt vorbeiführte sowie der Gebäudekomplex der Franckeschen Stiftung, die als erste protestantische Schule gegründet wurde, zeugen von der wechselvollen und interessanten Geschichte der Stadt: Halle-Wittenberg als eine der ältesten Universitätsstandorte Deutschlands, mit dem ältesten europäischen Straßenbahnnetz und der ersten deutschen Schokoladenfabrik, Hauptsitz des MDR und touristisches Ziel der Händelfestspiele zu Ehren des großen Musiksohnes der Stadt – Halle ist jederzeit ein lohnendes Reiseziel.

Leckere „Halloren“ – Schokoladenkugeln versüßten die kurze Weiterfahrt der Gruppe nach Leipzig zum komfortablen Parkhotel mitten im Zentrum der Messe- und Musikstadt. Es ist die Stadt der Bücher und des Kabaretts, der zahllosen Passagen und der Montagsdemonstrationen, des Gewandhauses mit einem der weltgrößten Orchester, die Stadt mit einem der schönsten Zoos und einem der größten historischen Bahnhöfe Deutschlands sowie mit einem beeindruckenden futuristischen Universitätsneubau mitten im fast autofreien Zentrum. In Leipzig wurde ein gelungener Bogen gespannt von mittelalterlicher Geschichte und Bedeutung bis zum 21. Jahrhundert. Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung sind nach kurzem Rückgang während der 1990er-Jahre auf Erfolgskurs. Fast alle touristischen „Höhepunkte“ konnte die Reisegruppe bequem zu Fuß erreichen; aber auch die Busrundfahrten zum Völkerschlachtdenkmal und in den gründerzeitlich geprägten Stadtteil Plagwitz mit einer idyllischen Bootsfahrt vom Karl-Heine-Kanal zur weißen Elster, die Fahrt zum Leipziger Neuseengebiet mit Schiffsausflug auf dem großen Markkleeberger See oder nach Gohlis zur musikalischen Führung durch das gleichnamige großbürgerliche Schlösschen waren in den schnell zu erreichenden Außenbezirken Teil des abwechslungsreichen Besichtigungsprogramms während der Fahrt. Einige der Reisteilnehmer haben verwandtschaftliche oder freundschaftliche Beziehungen nach Leipzig, waren schon des Öfteren dort zu Besuch. „Für die meisten war es der erste Aufenthalt in diesem sächsischen ,Boom-Town‘ – aber alle waren begeistert von Lebensqualität, Vielfalt und Zukunftsperspektive der Stadt“, so die erste Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Dr. Ursula Philippi. „Im kommenden August wird uns eine dreitägige Kurzreise anlässlich des 30-jährigen Jubiläums zur Städtepartnerschaft zwischen Kronberg und Ballenstedt in den Harz führen.“

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