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Stabwechsel beim Stadtjugendring Becker übergibt an Ritschel

V.l.n.r. der Stadtjugendring-Vorstand: Stefan Lorenz, Andreas Becker, Silke Dietz, Carl Luipold, Christine Ziegelmayer, neuer Vorsitzender Alexander Ritschel, Mariann Schneider Foto: Westenberger

Kronberg (mw) – Nach 25 Jahren, einem Monat und 14 Tagen hat Andreas Becker sein Amt als erster Vorsitzender beim Stadtjugendring an Alexander Ritschel abgegeben. „Du möchtest den Schritt jetzt tun und den Jüngeren Platz machen, das ist richtig und wichtig“, lobte Ehrenvorsitzender Reiner Stein, selbst viele Jahre Vorsitzender beim Stadtjugendring Kronberg dessen Entscheidung. Schließlich gelte es, einem geeigneten Kandidaten, der die Aufgabe mit Geschick und Herzblut übernimmt, eine Chance zu geben. Vereins-Urgesteine wie Reiner Stein wissen, wie schwierig es oftmals ist, den Mann oder die Frau zu finden, die bereit ist, in die erste Reihe zu treten. Andreas Becker hat einen solchen Nachfolger ausfindig gemacht und zwar den 25-jährigen Alexander Ritschel, der in der Kronberger Vereinswelt von Kindesbeinen an über seine Eltern fest verankert ist. Und ihn wählten die anwesenden Stadtjugendring-Mitglieder am Montagabend auf ihrer Jahreshauptversammlung dann auch per Akklamation einstimmig zu ihrem neuen Vorsitzenden. Komplettiert wird der Vorstand mit Silke Dietz als zweiter Vorsitzenden, Andreas Becker als Schriftführer, Stefan Lorenz als Kassenwart sowie den Beisitzern Christine Ziegelmayer, Mariann Schneider, Carl Luipold, Patrick Schulenberg und Kai Habig.

Im Stadtjugendring sind rund 20 Kronberger Vereine Mitglied, beispielsweise die Karnevalsvereine oder der Sportschützenverein Oberhöchstadt. Sinn und Zweck des Stadtjugendrings ist es, eine Brücke zu schlagen, über die Übungsleiter in den verschiedenen Vereinen zu den Kindern und Jugendlichen bis zur Stadt Kronberg. Die Jahresaktivitäten des Stadtjugendrings sind seit vielen Jahren ähnlich: Es gibt ein Kinderfest im Schulgarten am Berliner Platz (zum Erdbeermarkt am 11. Juni in Kronberg), das den Vereinen eine gute Möglichkeit bietet, für ihre Jugendarbeit zu werben. Außerdem organisiert der Stadtjugendring traditionell vier Open-Air Kinos (Freitag, 30. Juni bei der Feuerwehr, Freitag, 4. August beim MTV, Samstag, 5. August beim MTV und Samstag 19. August, Veranstaltungsort noch offen) sowie die mit rund 100 Teilnehmern äußerst beliebte Möglichkeit für die Kinder und Jugendlichen, eine Tagesfahrt zu den Karl-May-Festspielen in Elspe zu unternehmen (Samstag, 19. August, „Winnetou I“). An diesen traditionellen Grundfesten möchte auch Alexander Ritschel gar nicht rütteln. Allerdings könnte er sich vorstellen, zusätzlich noch – was es früher auch schon gab – weitere Jugendfahrten zu organisieren. Diese wurden in die Partnerschaftsstädte, beispielweise nach Le Lavandou oder Ballenstedt unternommen.

Ritschel ist seinerzeit als Mitglied der KJG (die sich inzwischen aufgelöst hat), zum Stadtjugendring gestoßen und über den Musikverein, in dem er seit 2002 das Flügelhorn bläst. Sein Vater und seine beiden Schwestern spielen ebenfalls im Musikverein, während seine Mutter bei der 1. Laienspielschar singt. Er übrigens auch, auch wenn seine Mutter die hessische Mundart eindeutig besser beherrsche. Beide Eltern sind auch beim Altstadtkreis aktiv. „Ich liebe einfach die Gemeinschaft“, sagt er. Der 25-Jährige kann sich gar nicht vorstellen, seiner Heimat Kronberg womöglich einmal den Rücken zuzukehren. Muss er vermutlich auch nicht, denn Alexander Ritschel ist gerade in der Ausbildung zum Elektroniker für Gebäude- und Energietechnik – im Betrieb seines Vaters in Kronberg. „Wenn es von den Menschen her gut zusammenpasst, wie auch hier im Stadtjugendring, dann ist das einfach mein Ding“, sagt er frei heraus, „denn mit guten Freunden verbringe ich meine Freizeit nun einmal am liebsten.“ So versteht er es auch nicht als Drohung, wenn ihm Reiner Stein sogleich als Versammlungsleiter vorschlug, vielleicht auch, wie sein Vorgänger Andreas Becker, dieses Amt die nächsten 25 Jahre zu bekleiden. Aber erst einmal bedankte er sich bei allen Anwesenden, „für ihr entgegengebrachtes Vertrauen“ und will nun die nächsten zwei Jahre zeigen, dass „hoffentlich auch alles gut läuft“. Ritschel hofft, langfristig auch die Open-Air-Konzerte wieder zu reaktivieren, die durchaus beliebt waren. Allerdings sei es immer schwieriger geworden, hier kostendeckend zu arbeiten. Auch den beliebten Weihnachtsbecher-Wettbewerb, den es mehrmals unter der Ägide von Andreas Becker gab, würde er gerne nach einigen Jahren Pause wieder durchführen. Dieses Jahr dürfen sich jedoch erst einmal die Kinder freuen: Für die hat der Vorstand unter der Federführung von Andreas Becker ein Kindertheater in der Stadthalle organisiert. Außerdem findet Ende März die Jugendsammelwoche statt, bei der alle Mitgliedsvereine vom Stadtjugendring eingeladen sind teilzunehmen, und auch der allseits beliebte, vor allem aber hilfreiche Erste-Hilfe-Kurs für Gruppenleiter in Zusammenarbeit mit dem DRK wird wieder durchgeführt.

Noch vor der Wahl von Ritschel wurde Andreas Becker für seinen langjährigen Einsatz zum Wohle der Jugend von allen Seiten gedankt: Vom Magistrat überbrachte Oliver Schneider Glückwünsche und Präsent, Reiner Stein hatte eine Bilderwand im Gepäck und lobte Andreas Becker unter anderem auch dafür, dass seine Parteizugehörigekeit (Becker ist CDU-Stadtverordneter) zu keinem Zeitpunkt mit seiner Arbeit beim Stadtjugendring kollidierte sei, der ja in seiner Satzung verankert habe, keine politischen Organisationen aufzunehmen. Andreas Becker habe den Verein allein zum Wohle und den Interessen der Jugend 25 Jahre lang vorbildlich geführt. Und Silke Dietz hatte Grillbriketts in Geschenkpapier gewickelt für Becker und Corinna Habig-Bauer, die im Vorstand als seine Stellvertreterin ähnlich lange aktiv war. „Die sind Euer Gutschein für ein Grillfest mit der ganzen Familie, die auf Euch auch oft verzichten musste“, erklärte sie. Becker seinerseits dankte für das entgegengebrachte Vertrauen und vor allem dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit. „Es waren 25 sehr schöne Jahre, die ich mit Euch verbringen durfte.“

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