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Vorteil für Kronberg-Verbundene bei bezahlbarem Wohnraum

Kronberg (pu) – Einstimmig gab der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung seinen Segen zum von der Koalition aus CDU, SPD und UBG formulierten Beschlussvorschlag, den Magistrat am heutigen Donnerstagabend damit zu beauftragen, bei der Vergabe von neu zu erstellendem bezahlbaren Wohnraum die Kronberger Bevölkerung beziehungsweise Menschen, die bereits mit Kronberg verbunden sind, zu bevorzugen. Bedingung ist eine rechtssichere und transparente Regelung durch geeignete Modelle, wie beispielsweise das so genannte „Einheimischenmodell“. Die entsprechenden Kriterien im Rahmen der anzuwendenden Vergabemodelle sollen von Magistrat und Verwaltung gemeinsam erarbeitet und den Stadtverordneten zur Abstimmung vorgelegt werden. Das Dreierbündnis schlägt vor, dem Einkommen und dem Vermögen der Bewerber um Wohnraum eine Obergrenze zu setzen und der Ortsgebundenheit der Bewerber um Wohnraum eine möglichst hohe Gewichtung beizumessen.

Mit dem Wunsch einer Ergänzung meldete sich unverzüglich nach Aufrufen dieses Tagesordnungspunktes die FDP durch deren Fraktionsvorsitzenden Walther Kiep zu Wort. Die Liberalen warben darum, es müsse sichergestellt sein, dass der Magistrat jederzeit und dauerhaft in der Lage ist, den Förderungszweck sicherzustellen, ohne hieran durch Ansprüche der Nutzer oder Dritter behindert zu werden. Ansonsten seien Fehlbelegungen zu befürchten. Diese Argumentation fanden die übrigen ASU-Mitglieder schlüssig und votierten geschlossen für die Ergänzung. Dass dieser Zusatz rechtlich möglich ist, bezweifelte allerdings Erster Stadtrat Robert Siedler (parteilos), eine finale Aussage wollte er jedoch ohne Überprüfung nicht treffen. Die Lokalpolitiker bekräftigten durchweg ihr Bestreben, mit diesem politischen Signal ein Instrument schaffen zu wollen, um die Chancen von „Menschen, die hier groß geworden sind und hier bleiben wollen“ beziehungsweise von Menschen, die im Ort ihren Arbeitsplatz haben, zu erhöhen, in der Burgstadt wohnen zu können. Hintergrund ist die Sorge, ohne diese Regelung könnten die Bestrebungen, bezahlbaren Wohnraum in Kronberg zu schaffen, angesichts des immensen Siedlungsdrucks im Rhein-Main-Gebiet verpuffen.

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