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Gelungene Kneipenfassenacht der CGK im Haus Altkönig

Prinzessin Franziska aus Bad Soden war angereist und mit komplettem Hofstaat.

Fotos: Pfeifer

Oberhöchstadt (pit) – Wirklich neu ist die Kneipenfassenacht in Oberhöchstadt nicht – schließlich haben viele Jahre die Rasselböck im Nassauer Hof damit Närrinnen und Narren aus Nah und Fern angelockt. Wirklich neu ist aber, dass dieses Jahr die Carnevalsgesellschaft 1886 Kronberg dazu in die Gaststätte des Haus Altkönig einlud. Und das zum großen Vergnügen aller Beteiligten und überaus zahlreichen Gäste. „Eigentlich sollte es eine Faschingsveranstaltung in kleiner Runde sein, doch nachdem wir die Plakate gehängt und ein wenig Werbung in Facebook gemacht hatten, trudelten fast 80 Anmeldungen bei uns ein“, freut sich Vereinsvorsitzender Friedel Haag.

Und die wussten die Gunst der Stunde zu nutzen, feierten fröhlich und genossen gut gelaunt die mehr oder weniger improvisierten und spontanen Programmpunkte, die ihnen geboten wurden. „Mit ein Grund, diese Kneipenfassnacht zu veranstalten war unsere Überzeugung, dass die Menschen keine großen Sitzungen mehr möchten“, meinten Friedel Haag und sein Vereinskollege Markus Seibert. Dass sie damit den Finger am Puls der Zeit haben, scheint offenkundig zu sein.

So musste mit den Besuchern von befreundeten Vereinen denn doch mal etwas enger zusammengerückt werden. Doch lieber so, als einen Saal lediglich zur Hälfte mit Publikum zu füllen, denn das kostet Stimmung. Aber die war an diesem Rosenmontag im Haus Altkönig vom Feinsten. Dafür sorgte gleich zu Anfang der launige „Mittel-Alter“-Vortrag von Otto Sehr. Mit flotten Sprüchen und einer guten Prise Selbstironie zog er über den Mann in den „besten Jahren“ her. Welche bissigen Bemerkungen die „bessere Hälfte“ parat hat, wenn „Mann“ mit Thai Ginseng die Verjüngung anstrebt, was passiert, falls das wahre Gewicht der liebevoll gezüchteten Wampe beim Bungee Jumping nicht angegeben wird und welch fatales Ende eine Fahrt auf dem schnellsten aller schnellen Skateboards finden kann, waren einige der Spitzen, die er dabei zur Freude des Publikums zum Besten gab. Reich an Pointen war auch der kurzweilige Vortrag von Steffen Reiter, der seinen Vater Johnny aufs Korn nahm und zum größten Vergnügen der Faschingsgäste schilderte, wie sich der „Obermufti“ zum „Spitzengrufti“ mauserte.

Aber auch hoher Besuch ließ sich an diesem Abend bei der Oberhöchstädter Kneipenfassenacht blicken. So kam Orschels Prinz herangebraust, zeigte mit seinem Hofstaat einen flotten Tanz zu „Ich geb‘ Gas“ und lobte obendrein: „Das ist richtig schön, was Ihr hier macht!“ So schön, dass er und die seinen hier gleich mal eine Rast einlegten, um ein wenig zu schlemmen und die gute Stimmung zu genießen und den Besuch der Sodenia: Denn Prinzessin Franziska aus Bad Soden war ebenfalls angereist und ihr kompletter Hofstaat tat das seinige, das schon gut gefüllte Lokal noch kurzfristig noch etwas voller werden zu lassen.

Eine gelungene Idee war auch die Durchführung einer Polonaise, die in den benachbarten Saal führte. Dort warteten die Tänzerinnen der Steinbacher Pitschetreter und zeigten eine schöne Charleston-Choreografie. Anschließend brachten die Scherzbuben mit ihrem singenden Vortrag Politik in die Räumlichkeiten, gefolgt vom Kronberger Männerballett, das mit einer lustigen Party im Seniorenheim glänzte. Aber auch Friedel und Saskia Haag konnten mit ihrem Vortrag zum Thema Urlaub so manchen Lacher für sich verbuchen. Immerhin verprasste „er“ während der schönsten Zeit des Jahres derart viel Geld, dass „sie“ schließlich Teller spülen musste, damit die Unterkunft bezahlt werden konnte. Abgerundet wurde das knackige Programm durch die Prämierung der schönsten fünf Kostüme. Die Nase vorn hatten eine Wikingerin, eine Rokoko-Figur, ein Kölner Mädchen, ein Käpt‘n und ein chinesisches Pärchen. Sie alle dürfen sich nun über einen freien Eintritt in den Opel-Zoo freuen. Der hatte schließlich dieses Jahr als Inspiration für den Karnevalsorden der CGK gedient.

Friedel Haag und Markus Seibert sind sich sicher, dass sich die CGK mit dieser Alternative zu den klassischen Sitzungen auf dem besten Weg befindet, was auch die vielen Jugendlichen unter den Gästen bewiesen. Und daher steht schon heute fest: im kommenden Jahr wird es wieder einen tollen bunten Abend in der Gaststätte des Haus Altkönig geben. Helau!

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