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Von großen und kleinen Flöten und Tieren

Viel Spaß hatten Hansjacob Staemmler am Flügel, Musikerzähler Christoph Gotthardt und die Flötistin Stephanie Winker mit den Kindern beim letzten Classic for Kids-Konzert dieser Saison im Schlosshotel.

Foto: Andreas Malkmus/Kronberg Academy

Kronberg (pf) – Um Flötentöne ging es beim dritten und letzten Konzert der Reihe „Classic for Kids“ in diesem Jahr am Sonntagnachmittag im Schlosshotel. Und es war gleichzeitig die letzte Veranstaltung der Kronberg Academy in ihrem Jubiläumsjahr, sagte Raimund Trenkler bei der Begrüßung der wieder zahlreich erschienenen großen und kleinen Gäste. Querflöten in vier verschiedenen Größen hatte die Flötistin Stephanie Winker mitgebracht, neben der „normalen“ Querflöte eine Piccoloflöte, eine Altflöte und eine Bassflöte – und als Begleiter am Flügel den Pianisten Hansjacob Staemmler.

Mit Antonio Vivaldis Stück „Der Buchfink“ begann das Konzert, denn bei einer Flöte denkt man natürlich sofort an Vögel, meinten nicht nur Musikerzähler Christoph Gotthardt und seine beiden kunterbunten Ohrwürmer Theophil und Theolina, sondern auch die Mädchen und Jungen, die auf Kissen zu Füßen der Flötistin Platz genommen hatten. Aber auch andere Tiere lassen sich mit Flötentönen charakterisieren. Ziegen zum Beispiel, wie die Komposition „Danse de la chèvre“, Ziegentanz, des französisch-schweizerischen Komponisten Arthur Honegger bewies. Das dreieinhalb Minuten lange Stück für Flöte solo beginnt sehr ruhig. Die Ziegen wachen am frühen Morgen auf, meinte Christoph Gotthardt und forderte die Kinder auf, sich wie die Tiere zu recken und zu strecken. Im Mittelteil dann untermalt die Flöte fröhliche Bocksprünge, ehe sich die Ziegen am Abend wieder zur Ruhe begeben.

Der französische Komponist Jacques Ibert hat ein Werk über einen kleinen weißen Esel geschrieben, bei dem die Kinder wieder mitmachen durften. Esel sind ja bekanntlich manchmal störrisch, meinte Christoph Gotthardt. Und wenn einer nicht laufen will, dann stampft er schon mal mit den Hufen auf oder er schreit i-ah! Um das zu untermalen, durften sich die Kinder im Rhythmus auf die Knie schlagen. Der französische Komponist George Bizet hat ein Stück über einen Elefanten geschrieben. Eigentlich für Kontrabass. „Aber wer braucht schon einen Kontrabass, wenn er eine Bassflöte haben kann“, meinte Stephanie Winker und stellte mit dieser Komposition die größte ihrer Flöten vor. Sie hat einen gebogenen Hals, damit man überhaupt darauf spielen kann. Die allerkleinste, die Piccoloflöte, hatte sie schon zu Beginn des Konzerts präsentiert. Und obwohl sie so klein ist, kann sie so laute Töne von sich geben, dass in einem großen Orchester mit mehr als hundert Musikern eine einzige Piccoloflöte genügt, um sich gegen die vielen anderen Instrumente zu behaupten.

Dann spielten Stephanie Winker und Hansjacob Staemmler aus dem „Karneval der Tiere“ des französichen Komponisten Camille Saint-Saëns das „Aquarium“. Und da es in einem Aquarium große und kleine Fische gibt, wechselte die Flötistin, während der Pianist mit perlenden Läufen Wasserblasen aufsteigen ließ, ihre Instrumente. „Das ist schwer,“ meinte sie. „Aber für euch werde ich‘s probieren.“ Und so schwammen im Aquarium nicht nur kleine blau-silbrige Fischchen, sondern auch größere Exemplare und gefährliche Haifische, die sich von hinten an ihre Beute heranschlichen, und sogar ein riesiger Blauwal, der in Wirklichkeit viel größer ist als das Musikzimmer im Schlosshotel, wie Christoph Gotthardt erklärte.

Spannend wurde es noch einmal zum Abschluss, als Mädchen und Jungen ausprobieren durften, wie eine Querflöte angeblasen wird, nämlich genau so, wie man über einen Flaschenhals bläst. Dazu bekamen sie größere und kleinere Flaschen in die Hand, die unterschiedlich hoch mit Wasser gefüllt waren, um unterschiedlich hohe Töne zu erzeugen. Und sie lernten, je mehr Luft in einer Flasche ist, um so tiefer wird der Ton. Ein Experiment, das allen viel Spaß machte.

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