In Oberhöchstadt steht ein Hofbräuhaus – oans, zwoa, g‘suffa

Wenn Oktoberfest gefeiert wird, greift Dirigent Jörg Senger auch schon mal zum Holzhammer. Fotos: S. Puck

Oberhöchstadt (pu) – Mannsbilder mit gigaschlanken Wadeln und heraus geputzte Madeln im Dirndl gab es letzten Samstag beim gemeinsam vom Musik-Verein Kronberg (MVK) und dem Pächter des Hauses Altkönig, Ewald Hoyer, veranstalteten Oktoberfest in der blau-weiß geschmückten „Bierstubn“ im Haus Altkönig zu sehen.

Zwar hatte sich weder ein Anton aus Tirol noch eine Resi aus Bayern unter die Besucher gemischt, dafür zeigten die aus allen Stadtteilen kommenden Kronberger sowie Gäste aus den umliegenden Orten in überzeugender Manier, dass man es auch jenseits des Weißwurst-Äquators versteht, zünftig zu feiern.

Dazu gehörte selbstverständlich der souveräne Fassbieranstich durch Bürgermeister Klaus Temmen, ebenso wie bayrische Spezialitäten, die dazu korrespondierende „Maß“ und beste musikalische Unterhaltung durch die MVK-Musiker. Das durch gesangliche Soloeinlagen aus den eigenen Reihen angereicherte Programm unter der Leitung von Jörg Senger präsentierte sich in diesem Jahr noch ein wenig frischer und moderner. Ein ebenso glückliches Händchen bewies man auch mit der Verpflichtung des auf Anhieb zu Publikumslieblingen avancierten Duos Edgar Oberhansl und Eveline Czischek, das erst vor zwei Wochen erstmals gemeinsam probte und an diesem Abend eine vielversprechende Premiere feierte.

Neben den allseits beliebten Hits wie ein „Prosit der Gemütlichkeit“, „Lebt denn der alte Holzmichl noch?“ oder „in München steht ein Hofbräuhaus“ sorgten wiederum der durch den Vereinsring-Vorsitzenden Hans-Georg Kaufmann moderierte Gaudi-Wettbewerb und spontane, durch die Musiker initiierte, Polonaisen für reichlich Stimmung. Den Titel des Gaudiwettbewerb-Siegers holte sich Kevin Henritzi, der Thorsten Buss und Rudi Sehr auf die Plätze verwies.

Das Publikum war mehr als zufrieden mit dem Verlauf des Abends, wagte hier ein Tänzchen, ließ sich dort – bis zur Faschingskampagne dauert es schließlich auch nicht mehr lange – zum gemeinsamen Schunkeln und Mitklatschen animieren und ließ die Musiker nur nach mehreren Zugaben von der Bühne.

Alle Anhänger des Musik-Vereins-Kronberg und solche, die es werden wollen, müssen sich lediglich acht Wochen gedulden. Samstag, 30. November und Sonntag, 1. Dezember steht das Adventskonzert in der Stadthalle im Terminkalender.

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