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Sportschützen ehren Sieger der Stadtmeisterschaften

Die Freude, Urkunde und Pokal mit nach Hause nehmen zu können, steht diesen Siegern ins Gesicht geschrieben. Foto: Westenberger

Oberhöchstadt (mw) – Für die teilnehmenden Mannschaften sind die Stadtmeisterschaften des Sportschützenvereins Oberhöchstadt 1967 jedes Jahr in erster Linie eine große Gaudi. „Natürlich gibt es auch Teilnehmer, die die Stadtmeisterschaften tierisch ernst nehmen, aber in erster Linie steht hier der Spaßfaktor im Vordergrund“, berichtet der erste Vorsitzende des Sportschützenvereins, Jens Kubina, der selbst schon 38 Jahre Vorstandsarbeit in dem zurzeit 62 Mitglieder zählenden Verein macht. Der Tradition folgend schießen bei den Stadtmeisterschaften nicht die Vereinsmitglieder, sondern es treten die unterschiedlichsten Mannschaften (immer zu dritt) aus allen Stadtteilen Kronbergs gegeneinander an, und wer mag auch in der Einzelwertung. „Ob Kronberger Vereine, Firmen oder sonstige Vereinigungen, jeder konnte mitmachen“, so Kubina. 40 Mannschaften nahmen an dem geselligen Event teil, 80 bis 90 Personen gingen im Einzelwettkampf an den Start. Der freiwilligen Feuerwehr Oberhöchstadt, die zwei Gruppen stellte, gelang es, gleich zwei Siege einzufahren: Vater und Söhne Berner holten mit 350 Ringen (von 600) und jeweils 20 Schuss den dritten Platz, die Herren Markus Lawritsch, Thomas Schweitzer und Thomas Weigand konnten mit 369 Ringen sogar den ersten Platz aus der Mannschaftswertung und damit den Pokal für ein Jahr mit zur Feuerwehr „nach Hause“ nehmen. Der zweite Platz in der Mannschaftswertung ging an den Thäler Kerbeverein mit Christopher Freyberg, Volker Müller und Martin Ritschel (355 Ringe). Die Glücksschützen von letztem Jahr, eines der KV 02-Teams, konnten ihre Wahnsinnsergebnisse von letztem Jahr, bei denen selbst eingefleischte Luftgewehrschützen und Mannschaftsspieler aufgehorcht hatten, nicht wiederholen. Sie landeten weit abgeschlagen auf dem 17. Platz. Dafür durfte sich das zweite Team des KV 02 mit immerhin 345 Ringen über den vierten Platz in der Mannschaftswertung freuen. In der Einzelwertung hat bei den Damen, Christine Lenz (156 Ringe) gewonnen, gefolgt von Barbara Falland und Stephanie Klengel. Bei den Herren holte Markus Lawritzsch (146 Ringe) den ersten Platz, gefolgt von Martin Ritschel und Michael Gübert.

Etwas enttäuscht waren die Sportschützen darüber, dass die Jugend dieses Mal nur spärlich vertreten war. „Wir hatten schon sechs bis sieben Jugendteams der Fußballer hier, dieses Jahr waren sie mit der Jugend gar nicht vertreten“, stellte Kubina fest. Die beiden Mannschaftsteilnehmer der Jugendlichen, der Thäler Kerbe Verein und der KV 02, hatten somit keine Konkurrenz, erschossen sich jedoch mit 422 Ringen (Thäler Kerbe Verein) und 406 Ringen (KV 02 Mannschaft), beides gemischte Teams, äußerst verdient den ersten und den zweiten Platz im Luftgewehrschießen. Auch in der Einzelwertung trafen die jugendlichen Teilnehmer ins Schwarze: Für 169 Ringe erhielt Lara Zweifel den ersten Platz, für 151 Ringe Sarah Müller den zweiten, dicht gefolgt von Hannah Müller, die 150 Ringe sammeln konnte.

Über einen Monat dauerten die Stadtmeisterschaften, die seitens des Vereins viel Einsatz und Vorbereitung erfordern. „Es ist gar nicht so einfach, die Teams zeitlich alle unterzubringen“, gesteht der erste Vorsitzende. Der begehrteste Abend sei nach wie vor der Freitag, denn da sei Zeit und Muße zum Schießen und zum anschließenden Feiern. Für das nächste Jahr überlegt der Vorstand, das Luftgewehrschießen im Auflageformat anzubieten. Es gibt viele Ältere, die gerne mitmachen würden, denen jedoch die Kraft für die zwanzig Schuss im Stehen fehlt.

Die Sportschützen des Vereins trainieren nach Wahl Luftgewehr oder Luftpistole, oder beides. Bei den Erwachsenen gibt es zurzeit neben den Hobbyschützen vier Mannschaften, die in der Saison insgesamt zehn Wettkämpfe bestreiten. Sehr aktiv ist aber auch die Vereinsjugend im Alter von acht bis 21 Jahren. Bis zwölf Jahre wird mit dem Lichtgewehr geschossen. Renate Weidmann, die gemeinsam mit zwei ausgebildeten Trainern die Jugendlichen ausbildet, freut sich über weiteren Nachwuchs: „Konzentration, Disziplin und Körperbeherrschung werden in unserem Sport außerordentlich gut gefördert“, berichtet sie. Übrigens sei es auch ein ebesonders für hyperaktive Kinder empfohlene Sportart. Das Erste, was die Kinder lernen, sei natürlich der sichere Umgang mit den Waffen: Wie geht der Transport der Vereinsgewehre aus dem sicher verschlossenen Schrank zum Schießstand, wohin zeigt der Lauf des Gewehrs. Ganz besonders stolz sind Weidmann und Kubina auf das Engagement der Vereinsjugendlichen bei dem Projekt „Kreativ gegen Rassismus“. „Sie haben vergangenes Jahr ihren Beitrag dazu geleistet, der auf unserer Homepage www.sportschuetzenverein-1967-Oberhoechstadt.de nachzulesen ist. Das fanden wir eine Klasse-Leistung“, so Kubina. Wer beim Jugendtraining mal hereinschnuppern möchte: Es findet immer Montag und Donnerstag um 18 Uhr im Haus Altkönig (Seiteneingang) statt. Die Erwachsenen trainieren ebenfalls Montag und Donnerstag im Anschluss um 19.30 Uhr

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