50 Jahre Orgelmusik zum Wochenende: Mit Jubiläumsandacht und Sektempfang

Die Orgel der Johanniskirche Foto: Genthe

Kronberg (kb) – Nachdem die neue Orgel der Johanniskirche im Herbst 1966 eingeweiht war, hatte Kantor Helmut Melzer renommierte Organisten aus aller Herren Länder eingeladen, die vor allem große Literatur spielten. Er selbst hatte jedoch auch an kleineren Werken seine besondere Freude, und so übte er ab den siebziger Jahren regelmäßig ausgewählte Stücke und spielte sie samstags Freunden vor.

Erst im Oktober 1975 wurde daraus das Format der halben Stunde Orgelmusik, wie sie bis heute wöchentlich und verlässlich besteht und die so etwas wie der Herzschlag der Musik an St. Johann geworden ist. Damals wurden die wesentlichen Grundzüge angelegt. Der halbstündigen Musik, die ohne Eintritt frei zugänglich ist, folgt als zweite Herzkammer eine Andacht. Dazwischen läuten kurz die Glocken und man kann, je nach Neigung, zur Andacht kommen, bleiben oder auch gehen. Die halbe Stunde hat sich seither auch zu einem Podium für junge Organisten, Instrumentalisten, Ensembles und Chöre entwickelt und nicht selten kommt dabei auch das Klavier zum Einsatz.

Helmut Melzer hat über die vielen Jahre hinweg sehr genau dokumentiert, was er wann spielte. Seine Statistik gibt wertvolle Einblicke, sodass Kantor Bernhard Zosel für das Jubiläumskonzert am Samstag, 8. November, um 18 Uhr in der Johanniskirche, Friedrich-Ebert-Straße 18, problemlos ein Programm der meistgespielten Werke (J. S. Bach, D. Buxtehude, M. Reger und J. Rheinberger) zusammenstellen konnte. Auf das Konzert folgt eine Jubiläumsandacht mit Pfarrer Matthias Hessenauer und ein Sektempfang.



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