Aktives Kronberg hofft auf Umsetzung des Projekts Baufeld V

Kronberg (kb) – Der Verein Aktives Kronberg war besonders gespannt auf eine wichtige Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung zur Stadtentwicklung Kronbergs, nämlich auf die Abstimmung über das weitere Vorgehen der Stadt auf dem Baufeld V, dem städtischen Gelände am Bahnhof!

Die Stadtverordnetenversammlung hatte am 18. April 2024 den folgenden Beschluss gefasst: „Im Anschluss an die Wirtschaftlichkeitsberechnung der Siegerentwürfe durch die Bauland-Offensive Hessen GmbH wird die Stadtverordnetenversammlung eine Entscheidung über die Umsetzung des Projektes treffen.“ Es gab zusätzlich zum Antrag im Haupt- und Finanzausschusses einen Änderungsantrag von FDP, Grünen, SPD und UBG, der zum Ziel hatte, weitere Klärungen vorzunehmen und mit den Büros der prämierten Entwürfe mögliche Kosteneinsparungen zu besprechen zum Beispiel weniger Tiefgaragen- Stellplätze). Aus Sicht des Vereins wäre es fatal, jetzt schon eine Entscheidung über die Beendigung des Projekts zu fällen, wie vom Magistrat mehrheitlich empfohlen, bevor alle Stellschrauben geklärt worden seien.

Warum über den Änderungsantrag der vier Parteien nicht abgestimmt wurde, sei für die Bürgerinnen und Bürger nicht nachvollziehbar. Offenbar habe zumindest eine der Fraktionen nicht die Courage gehabt, für den Antrag zustimmen, denn er hätte rechnerisch eine Mehrheit gefunden. Die deswegen mehr als 45 Minuten dauernde Sitzungsunterbrechung führte dazu, dass die interessierten Bürger warten durften, ohne über die Gründe und genaue Dauer für die Unterbrechung informiert zu werden. Die anschließend Statements zur Begründung der Unterbrechung seien keineswegs zufriedenstellend gewesen. Dieser Vorgang zeuge nicht von einem respektvollen Umgang mit den noch wenigen verbliebenen Bürgerinnen und Bürgern, die sich die Mühe machen, die Kronberger Politik „live“ zu verfolgen.

Keine weitere Verzögerung

Aktives Kronberg habe eine klare Position zum Baufeld V: „Es ist an der Zeit, dass die Bebauung nicht weiter verzögert wird. Die Kostenentwicklung während der jahrzehntelangen Diskussionen über das Projekt hat zu Kostensteigerungen geführt, die heute die Umsetzung gefährden. Ein gewünschter Effekt für bestimmte Fraktionen, die eine Bebauung als Klimaquartier mit bezahlbarem Wohnraum verhindern wollen?“ Kronberg brauche weiterhin, und dringender denn je, diesen bezahlbaren Wohnraum für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen seiner Unternehmen, seiner Handwerksbetriebe, für junge Menschen, die sonst abwandern, beziehungsweise nicht nach Kronberg kommen. Eine Entscheidung für Wohnraum bringt letztendlich die beste und langfristig tragfähigste „Rendite“, die die Stadtpolitik durch ihre Entscheidung leisten könne.

Denn wenn diese, obendrein finanziell gut ausgestattete Stadt, hier nicht bald handele, füge sie dem sozialen Gefüge der Stadt Schaden zu. „Aktives Kronberg, wie auch viele Bürgerinnen und Bürger, hofft auf den Mut der Stadtverordneten für eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Stadtgesellschaft.“



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