Beeindruckendes Werkstattkonzert des Emanuel Feuermann Konservatoriums

Kronberg (pf) – Es begann mit dem Frühling „La Primavera“ von Antonio Vivaldi und endete mit dem Winter „L‘Inverno“ aus seinem berühmten Geigenkonzert-Zyklus „Die vier Jahreszeiten“. Mit einem Werkstattkonzert ging am Sonntagnachmittag im Carl Bechstein Saal des Casals Forums erfolgreich die Konzertsaison des Emanuel Feuermann Konservatoriums, der Streicherschule unter dem Dach der Kronberg Academy zu Ende. Elf Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen acht und 17 Jahren präsentierten sich mit musikalischen Werken, die ihrem jeweiligen Ausbildungsstand entsprechen. Und das taten sie mit beeindruckenden Leistungen.

In den Werkstattkonzerten sollen die Kinder und Teenager ihr Auftreten auf einer Bühne erproben, erläuterte in seinen Begrüßungsworten Erik Richter, Cello-Dozent und gemeinsam mit Geigendozentin Annette Ziegler künstlerischer Leiter des Feuermann Konservatoriums. Sie sollen erleben wie es ist, vor Publikum zu spielen, ihr Lampenfieber zu überwinden oder zum ersten Mal ein Stück auswendig vorzutragen. Das alles dient dazu, auf der Bühne Sicherheit zu gewinnen, denn auch das gehört zur Ausbildung am Konservatorium.

Der Geiger Yige Feng, gerade erst acht Jahre alt geworden, eröffnete schwungvoll, mit sichtlicher Freude, auswendig und offensichtlich ganz ohne Lampenfieber das Konzert mit dem Allegro aus dem „Frühling“ von Antonio Vivaldi. Nicht weniger selbstsicher folgte ihm die ein Jahr ältere Geigerin Stella Chung auf die Bühne und trug ebenfalls auswendig das Stück „The boy Paganini“ von dem Geiger und Komponisten Edward Mollenhauer vor, der in Erfurt geboren wurde, später nach New York auswanderte und dort die Konservatoriums-Methode des Geigenspielunterrichts begründete.

Menuett I und II aus Johann Sebastian Bachs Suite G-Dur für Violoncello solo spielte danach der 13-jährige Maurice Dück, ehe die zwei Jahre jüngere Geigerin Anna Li den Satz „Allegro moderato“ aus dem Konzert D-Dur op. 22 Nr. 5 von Friedrich Seitz erklingen ließ. Das Violinkonzert a-Moll des belgischen Geigers, Dirigenten und Komponisten Jean-Baptiste Accolay hatte der 13-jährige Seojin Park einstudiert und trug es wiederum auswendig vor, ehe die Cellistin Felicitas Osiak, 16 Jahre alt, den berühmten „Schwan“ aus dem Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns über die Bühne gleiten ließ. Auch sie spielte auswendig.

Den Satz „Allegro moderato“ aus dem Violinkonzert h-Moll op. 35 des deutschen Geigers, Komponisten und Musik-Pädagogen Oskar Friedrich Rieding hatte die 14-jährige Geigerin Sophie Walther einstudiert, Introduktion und Polonaise aus den Arabesken Nr. 12 von Carl Bohm der zehnjährige Geiger Leonard Meeßen, der das Werk wiederum auswendig vortrug.

Mit seinen 17 Jahren Ältester unter den Nachwuchstalenten war der Cellist Gabriel Lindenschmidt. Sein Konzertbeitrag war „Sérénade“ aus der Suite op. 16 von Camille Saint-Saëns. Béla Bartóks Rumänische Volkstänze spielte die 15-jährige Geigerin Nalini Mistry, ehe die zwei Jahre jüngere Geigerin Mona Hackert das Konzert mit dem auswendig gespielten „Allegro“ aus Vivaldis „Winter“ ausklingen ließ. Als Pianistin begleitete wieder einfühlsam Tomoko Ichinose die jungen Musikerinnen und Musiker.

Nach dem erfolgreichen Werkstattkonzert im Carl Bechstein Saal freuten sich die Schüler des Emanuel Feuermann Konservatoriums auf eine wohlverdiente Belohnung für ihre beeindru-ckenden Leistungen. Fotos: Wittkopf

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