Kronberg (kb) – Wer hat es nicht mitbekommen, am 1. Mai gab es wieder das traditionelle Fahrradrennen „Eschborn-Frankfurt“. Auch durch Kronberg fuhren die Frauen und Männer der Amateure und Profis. Viele Begeisterte standen am Fahrbahnrand und feuerten die Radsportler an. „Wie sieht es mit dem Radfahren nun abseits vom Trubel am 1. Mai in der Burgstadt aus?“, fragt die UBG in einer Presseerklärung.
Leider nicht so gut, die Frankfurter Straße habe beim Neubau einen kombinierten Rad- und Fußweg erhalten. Dieser ermögliche das Fahren abseits der Straße, was das Fahren sicher mache. Die Überquerungen der einmündenden Straßen, seien vor allen Dingen bergauf eine große Herausforderung. Es gebe noch einen kombinierten Rad- und Fußweg in der Jacques-Reiss-Straße, der so schmal sei, dass weder Radgegenverkehr noch das Begegnen mit Fußgängern einfach zu lösen sei , das gleiche Konzept werde in der Ballenstedter Straße genutzt. „Leider endet dort der kombinierte Rad- und Fußweg mitten im Anstieg und man muss auf die Straße wechseln. Das führt nicht nur bei den Radfahrern zu Unmut und Gefahren. Exklusive sichere Fahrradwege in Kronberg? Fehlanzeige, es sei denn man meint das Befahren von Einbahnstraßen auch in Gegenrichtung sei gefahrenfrei“, so die UBG-Fraktion.
Beim Suchen im Internet nach Radwegen in Kronberg gebe es leider keine Treffer. Auch auf der Seite der Stadt werde unter der Rubrik „Verkehr und Mobilität“ nur auf Parkplätze und den Stadtbus verwiesen. Ladestationen und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder oder Hinweise auf Fahrradwege und -touren würden leider noch fehlen. „Es gab und gibt schon viele Ansätze für Verbesserungen der Stadtverwaltung bezüglich der Fahrradmobilität, diese wurden zum Teil auch mit Einbezug der Bürgerinnnen und Bürger unserer Stadt erarbeitet, konnten bis jetzt aber leider noch nicht umgesetzt werden.“
Im letzten Jahr seien in diesem Zusammenhang sogenannte Piktogramme auf den Fahrbahnrand der Hainstraße aufgetragen worden, damit die Autofahrer mehr Rücksicht nehmen.
Jeder, der dort schon vorbeigefahren oder -gelaufen sei, werde bestätigen, dass diese kaum zu erkennen sind. „Unabhängig davon tragen unserer Meinung nach Piktogramme, egal welcher Größe, nicht zur Sicherheit der Fahrradfahrer bei. Im Gegenteil, viele Autofahrer meinen sich dann nicht mehr an den gesetzlichen Abstand von 1,5 Metern beim Überholen innerorts halten zu müssen“, sagt Simone Huth, Pressesprecherin der UBG. Es sei nur folgerichtig, jetzt die richtigen Schlüsse zu ziehen und schnellstmöglich Radwege auszubauen.
„Ein ordentlicher Geh- und Radweg vom Stadtkern Kronberg über Schönberg zum EFC-Gelände und dem Schwimmbad ist aus unserer Sicht mehr als überfällig. Der Ausbau der Hainstraße war schon oft ein Thema, nur leider konnten noch keine Verbesserungen erreicht werden. Darum versuchen wir als Unabhängige Bürger Gemeinschaft mit unserem
Antrag endlich eine Umsetzung zu erreichen.“ sagt Markus Lind, Vorsitzender der
Unabhängigen Bürger Gemeinschaft. „Es ist wichtig hierbei besonders an unsere schwächsten Verkehrsteilnehmer zu denken. Ein sicherer Rad- und Fußweg trägt als Alternative zum Stadtbus dazu bei, vom Auto umzusteigen und sich individuell, kostengünstig
und gesund fortzubewegen.“
Beide Einrichtungen, Waldschwimmbad und EFC, seien weit über die Stadt Kronberg hinaus beliebt und würden umfassende Maßnahmen zur weiteren Anbindung erfordern. Zur Verbesserung der Bedingungen für die Sportlerinnen und Sportler gab es im Herbst einen interfraktionellen Antrag von SPD, FDP, CDU, Grünen, KfB und UBG. Dort wurde der Magistrat gebeten zu prüfen, welcher der
Vorschläge zur Erneuerung des Vereinsheims EFC Kronberg baurechtlich möglich sind.
„Was bringt eine tolle Sportstätte und ein klasse Schwimmbad, wenn die Besucher und
Besucherinnen diese nicht auch zu Fuß oder mit dem Rad gefahrenfrei erreichen können?“
Die UBG hofft auf breite Unterstützung der anderen Fraktionen, um damit gemeinsam einen Beitrag leisten zu können, Kronberg fit für die Zukunft zu machen.