FDP bedauert ihre einseitige Kritik an Lehrern und begrüßt offenen Dialog

Kronberg. – Die Nerven liegen blank, wenn es um das Thema „Home-Schooling“ geht – eine gewaltige Herausforderung für alle Betroffenen. So verlief ein von der FDP organisierter Eltern-Video-Chat sehr emotional, „die meisten Eltern waren unzufrieden und klagten über mangelnde Unterstützung“, so die FDP-Bürgermeisterkandidatin Kristina Fröhlich. Die FDP hatte vergangene Woche in ihrer Pressemitteilung über das Feedback aus dem Video-Chat bericht. „Es wurde von den Erlebnissen und Sorgen der Eltern berichtet“, so Fröhlich. „Dabei wurde eine pauschale Kritik an dem ,Berufsstand Lehrer und dem deutschen Schulsystem‘ geäußert“, gesteht sie ein: „Diese Kritik war zu wenig differenziert und für viele engagierte Lehrer verletzend“, so Fröhlich. „Dafür möchten wir uns entschuldigen.“ Um ein Gesamtbild der Situation zu erhalten, wäre es dringend nötig gewesen, auch die Lehrer zu befragen. „Ziel der Diskussion war Aufklärung und nicht Abrechnung mit Personengruppen, schließlich arbeiten auch Lehrer und Behörden am Limit“, weiß sie. Sie fügt jedoch hinzu: „Uns ist aber weiterhin die Perspektive der Eltern unverändert wichtig.“ Seit dem Erscheinen des FDP-Artikels hätten insbesondere Kristina Fröhlich viele Wortmeldungen von Eltern erreicht, die zeigen, wie wichtig es ist, das Thema adressiert zu haben. „Wir scheinen in ein Wespennest gestochen zu haben.“, meint Fröhlich. Wichtig sei es jetzt, mit weiteren Gesprächen die eigentlichen Fehlstellen anzugehen. „Dazu gehören ohne Zweifel klare Ausführungsbestimmungen der Schulämter und des Ministeriums sowie die mangelnde Ausstattung der Schulen, Online-Lernkonzepte, digitale Plattformen und Training. Hier ist in den letzten Jahren zu viel versäumt worden“, meint sie. Die FDP bittet daher alle Betroffenen – Eltern, Schüler und Lehrer – zu einem offenen Dialog, damit die Kritik in konstruktive Verbesserungen weiterentwickelt werden kann, beispielsweise bei der Digitalisierung der Schule und der technischen Unterstützung der Lehrer. „Wir werden in der kommenden Woche zu diesem Austausch einladen“, so Walther Kiep, FDP-Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament. „Wir haben voraussichtlich noch eine geraume Zeit von Home-Schooling vor uns – da ist jede Kooperation und Weiterentwicklung im Sinne aller Beteiligten zu begrüßen!“ (mw)



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