Gelungenes Willkommenskonzert zum Auftakt des Meisterkurs-Wochenendes

Erst acht Jahre alt, aber schon ein virtuoser Geiger ist Yige Feng, der das Willkommenskonzert Freitagnachmittag als Solist eröffnete, am Flügel begleitet von Tomoko Ichinose.

Kronberg (pf) – Mit einem Willkommenskonzert am Freitagnachmittag im Carl Bechstein Saal des Casals Forums begann für acht Geigenschülerinnen und -schüler im Alter zwischen acht und 15 Jahren ein Meisterkurs-Wochenende mit dem Geiger Professor Martin Funda, der in Stuttgart an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst unterrichtet.

International bekannt wurde der Kammer- und Orchestermusiker, Solist und Pädagoge als Primarius und Gründungsmitglied des Armida Quartetts, das 2011 in der Schweiz den „Concours de Genève“ und im Jahr darauf den „Internationalen Musikwettbewerb der ARD“ gewann. In München, Austragungsort des renommierten Wettbewerbs, wurde das Ensemble 2012 nicht nur mit dem 1. Preis ausgezeichnet, sondern erhielt zudem den Publikumspreis und sechs weitere Sonderpreise.

Meisterkurse gehören am Emanuel Feuermann Konservatorium zum festen Bestandteil der Ausbildung, erläuterte Erik Richter in seinen kurzen Begrüßungsworten vor dem Konzert, in dem die acht Teilnehmenden am Meisterkurs sich ihrem Lehrer vorstellten. Alle haben bereits erste Preise beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ gewonnen und präsentierten sich von ihrer besten Seite. Als Jüngster glänzte der achtjährige Yige Feng mit dem ersten Satz aus Antonio Vivaldis „La Primavera“, dem ersten Violinkonzert des berühmten Zyklus „Die vier Jahreszeiten“. Einfühlsame Begleiterin am Flügel war bei diesem und allen folgenden solistischen Vorträgen Tomoko Ichinose.

Neun Jahre alt ist Stella Chung, die schwungvoll gekonnt „The boy Paganini“ von Edward Mollenhauer darbot. Alma Tamina Huhn, elf Jahre alt, gestaltete eindrucksvoll den Kopfsatz „Allegro moderato“ von Joseph Haydns Violinkonzert G-Dur. Ebenfalls elf Jahre alt ist Leonard Meeßen, der sein Können im Violinkonzert a-Moll von Jean-Baptist Accolay unter Beweis stellte. Die 13-jährige Mona Hackert interpretierte überzeugend die „Fantasie ou Scène de Ballet“ op. 100 von Charles-Auguste de Bériot.

Ihre zwei Jahre ältere Schwester Eva Hackert präsentierte im Duo mit der 15-jährigen Carlotta-Marie Kunz gleich drei Werke, mit denen die beiden auch im diesjährigen „Jugend musiziert“-Wettbewerb an den Start gegangen sind und schon die erste Hürde, den Regional-Wettbewerb, erfolgreich genommen haben: „Allegro“ aus Antonio Vivaldis „Sonate a due violini“ B-Dur, „Études – Caprices“ op. 18 von Henryk Wieniawski und „Sonate pur deux violons“ op. 56 von Sergej Prokofieff. Als Solistin nahm Carlotta-Marie Kunz am Meisterkurs mit Pablo de Sarasates „Fantasie de Concert“ op. 25 teil und gestaltete das Werk ausdrucksstark. Als Achte im Meisterkurs präsentierte die 15-jährige Sarah Elisa Kunze eindrucksvoll die Romanze F-Dur op. 50 Nr. 2 von Ludwig van Beethoven.

Sie ist gemeinsam mit Carlotta-Marie Kunz, Mona Hackert und Alma Tamina Huhn zudem Mitglied im Violin-Quartett, das mit der bekannten Arie der Königin der Nacht, „Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen“ aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“, arrangiert für vier Violinen von Geigendozentin Annette Ziegler, das Willkommenskonzert eröffnete. Die vier präsentierten sich noch einmal zum Konzertende mit „Largo e staccato“ aus Georg Philipp Telemanns Konzert für vier Violinen und „Molto Allegro“ aus dem Quartett für vier Violinen von Grazyna Bacewicz, den Werken, die sie dieses Jahr auch im Wettbewerb „Jugend musiziert“ vortragen.

Zum Konzertabschluss spielten alle acht Meisterkurs-Teilnehmenden gemeinsam ein Stück, das im Programm schlicht als traditionelles „Thema con due variazioni“ angekündigt war. Es entpuppte sich als „Happy Birthday“, ein Geburtstagsständchen für Erik Richter, der sich sichtlich gerührt über die gelungene Überraschung freute.

Der Meisterkurs, der für Musikinteressierte an allen drei Tagen öffentlich war, begann noch am Freitagnachmittag, eine halbe Stunde nach Ende des Willkommenskonzerts in der Receptur, Friedrich-Ebert-Straße 6.

Als Nächstes steht das Frühlingskonzert des Feuermann Konservatoriums am Dienstag, 10. März, um 19 Uhr im Carl Bechstein Saal im Casals Forum auf dem Veranstaltungsprogramm, dann auch wieder mit Darbietungen der Cello-Schülerinnen und -Schüler.

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