Hessische Böllerschützen trafen sich in Kronberg

Gruppenbild der hessischen Böllerschützen

Foto: privat

Kronberg (kb) – Zu einer ersten gemeinsamen Tagung in Hessen hatte der Bundesverband AKNB – Arbeitskreis der Nordbayerischen Böllerschützen – die Böllerschützen aufgerufen. Aus allen Richtungen kommend, fanden sie sich bei der Cronberger Schützen-Gesellschaft vor 1398 (CSG) in der Lindenstruth ein. Das volle Vereinshaus bildete einen passenden Rahmen. Viele Teilnehmer aus siebzehn Vereinen kannten es bereits aus dem Vorjahr zum Vereinsjubiläum.

Zunächst wurde im Gedenken des Volkstrauertages der Opfer durch Gewaltherrschaft und Diktatur innegehalten. Ziel der Veranstaltung war und ist die Sicherheit zu erhöhen da viele, meist schwere bis gar tödliche Unfälle in Ausübung des Hobbys die Folge waren. So geschehen 1899 in der Kronberger Kurve zu Mammolshain, bei der ein Schütze tragisch ums Leben kam. Ein wohl in Deutschland einmaliges Denkmal gibt noch heute Zeugnis hiervon.

Weitere Unfälle wurden analysiert und die Konsequenzen daraus gezogen. Unkenntnis, aber auch Leichtsinn oder Unbedarftheit durch jahrelange Routine oder technische Probleme gilt es durch jeden einzelnen Schützen selbst auszuschalten. Viele Erfahrungsberichte kamen zusammen und können nun dankbar umgesetzt werden.

Ein weiterer Aspekt ist das Zusammenkommen bei gepflegtem Austausch unter einem Dach im Heimatlande. Sind doch die meisten Schützen zwar in einem Verein organisiert, aber die Organisation in einem Verband nicht geregelt. Gerade hierzu besuchte die Präsidentin des Hessischen Schützenverbandes, Tanja Frank, die Veranstaltung. In Ihrer Begrüßungsrede ging sie auf die künftige Schaffung eines Netzwerkes in Hessen für diese besondere Form als Schützendisziplin ein.

Erstmalig war auch die Ausrichtung in Form einer Unterweisung durch den zweiten Vorsitzenden der CSG, Rolf Gilgen, der durch die Veranstaltung moderierte. Gleichzeitig, als Beirat des AKNB, gab er die Grüße dessen Präsidenten Erich Kussberger weiter. Hatte er doch eingeladen, das schöne Festschießen auch nördlich des Mains zu verbreiten und die hiesigen Schützen zusammen zu bringen. Deren aktive Zahl heuer noch im Dunkeln liegt, gegenüber fast 10.000 Böllerschützen in Bayern und Franken.

Die Präsidentin des Hessischen Schützenverbandes bei ihrer Begrüßungsrede

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