Keramikmarkt trifft Zeitgeschichte mit historischen Filmen aus Oberhöchststadt

Eine Erzieherin des evangelischen Kindergartens betreute die Kinder im Jahr 1972 beim Ponyreiten. Foto: privat

Oberhöchstadt (kb) – Am Sonntag, 12. April, lädt Oberhöchststadt – ein besonders charmanter Stadtteil von Kronberg – wieder zum beliebten Oberhöchststädter Keramikmarkt ein. Bereits zum elften Mal verwandelt sich der Ortskern in einen lebendigen Treffpunkt für Kunsthandwerk, Begegnung und Austausch. In diesem Jahr erwartet die Besucherinnen und Besucher zusätzlich ein besonderes Highlight: Der Verein Heckstadt Freunde Oberhöchststadts präsentiert parallel zum Markt historische Filmaufnahmen aus den Aufbaujahren der 1970er Jahre.

Die Filme geben eindrucksvolle Einblicke in eine Zeit des Wandels, in der sich Oberhöchstadt stark veränderte und weiterentwickelte. Die Aufnahmen laden dazu ein, bekannte Orte aus einer anderen Zeit neu zu entdecken – und vielleicht erkennt der eine oder die andere sogar vertraute Gesichter aus vergangenen Jahrzehnten wieder. Gezeigt werden die Filme im Herbert-Alsheimer-Saal im Dalleshaus, zentral gelegen im Herzen des Marktgeschehens.

Die Vorführungen finden um 12 Uhr und um 15 Uhr statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ein Besuch lohnt sich dabei nicht nur zu den Vorführzeiten: Auch davor, danach oder zwischendurch ist ein Besuch empfehlenswert, denn neben den Filmen werden ebenfalls interessante historische Ausstellungsstücke präsentiert, die spannende Einblicke in die Vergangenheit Oberhöchststadts ermöglichen. Das Projekt wird maßgeblich von Vorstandsmitglied Michael Vetter umgesetzt, unterstützt von engagierten Vereinsmitgliedern wie Regina Laue, Heinz-Georg Heil und Kurt Eberhard.

Letzterer verantwortet im Verein den wichtigen Bereich der Digitalisierung historischer Materialien. Mit großem Einsatz arbeitet er daran, Dokumente, Fotografien und weitere Zeitzeugnisse aus Oberhöchststadt für die Zukunft zu sichern.

Der Verein freut sich in diesem Zusammenhang stets über weitere historische Schätze aus privaten Sammlungen. Als ältester Stadtteil Kronbergs blickt Oberhöchststadt auf eine lange Geschichte zurück. Deren Bewahrung und Sichtbarmachung ist ein zentrales Anliegen des Vereins – denn historische Identität trägt wesentlich zur Lebensqualität bei. Der Besuch lohnt sich also gleich doppelt: für Liebhaberinnen und Liebhaber handgefertigter Keramik ebenso wie für alle, die sich für die Geschichte ihres Ortes interessieren.



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