Kronberg (kb) – Wenn zum bundesweiten Warntag am Donnerstag, 11. September, um 11 Uhr zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen die Sirenen aufheulen, werden erstmals auch Kronberger Sirenen zu hören sein.
Zwar verzögert sich die Fertigstellung des neuen, flächendeckenden Warnnetzwerks in der Burgstadt aufgrund technischer Herausforderungen, einige der insgesamt 13 Sirenen-Standorte im Stadtgebiet sind allerdings einsatzbereit. Dort, wo das noch nicht der Fall ist, sollen die Arbeiten durch das beauftragte Unternehmen zwar noch nicht zum Warntag, aber im Anschluss daran nach und nach abgeschlossen werden. Darauf weist die Kronberger Stadtverwaltung in einer Mitteilung hin.
Mit der Ankündigung der Teilnahme am groß angelegten Test der Warn-Infrastruktur am 11. September verknüpft das Fachreferat Bevölkerungsschutz den expliziten Hinweis, dass es sich lediglich um eine Übung handelt. „Niemand muss sich Sorgen machen oder gar die Notrufnummer wählen. Von Letzterem bitten wir nachdrücklich abzusehen, da die Leitungen für echte Notfälle freigehalten werden müssen“, unterstreicht Daniel Höber, Leiter des Fachreferats. Zudem bittet Höber alle Kronbergerinnen und Kronberger darum, Freunde, Verwandte und Nachbarn, die die Nachricht vom Warntag möglicherweise nicht erhalten haben, darüber zu informieren. So wichtig das neue Kronberger Sirenen-Netzwerk in Zukunft für eine frühzeitige Warnung der Bevölkerung vor Gefahrenlagen ist, so deutlich macht die Stadt in ihrer Mitteilung auch, dass die Sirenen „nur“ ein essenzieller Teil der gesamten Infrastruktur sind, die am Warntag getestet werden. Ebenfalls erfolgt die Auslösung von Warnapps wie NINA, Kat-Warn oder die Auslösung von Cell-Broadcast. Höber: „Alle Besitzerinnen und Besitzer von Smartphones können gerne den 11. September nutzen, um die verschiedenen Warn-Apps, wie bspw. ‚Kat-Warn‘ oder ,‘ina‘ auf ihren Handys zu installieren und zu testen. Damit haben alle Nutzer ein weiteres wichtiges Frühwarnsystem direkt an der Hand.“
Gegen 11 Uhr löst das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) am Donnerstag, 11. September, über das Modulare Warnsystem des Bundes (kurz: MoWaS) eine Probewarnung aus. Diese wird an alle angeschlossenen Warnmultiplikatoren wie Rundfunk- und Fernsehsender, digitale Anzeigetafeln, Warn-Apps sowie Cell Broadcast weitergeleitet und erreicht so Millionen Menschen in Deutschland. Viele Kommunen testen ergänzend ihre eigenen Warnmittel wie Sirenen oder Lautsprecherwagen.
Gegen 11.45 Uhr erfolgt eine bundesweite Entwarnung – mit Ausnahme von Cell Broadcast. Dieses System versendet bisher ausschließlich Warnungen. Der bundesweite Warntag findet jährlich am zweiten Donnerstag im September statt und hat zum Ziel, die verschiedenen Warnsysteme in Deutschland zu testen und die Bevölkerung für Warnung und Eigenvorsorge zu sensibilisieren.