Leserbrief

Unser Leser Dr. Joachim Reidiess, Goethestraße, Bad Homburg schreibt zum Leitartikel über das Casals Forum Folgendes: Als ehemaliger Abiturient, also Alumnus des Altköniggymnasiums und langjähriger Altstadtbewohner fühle ich mich Kronberg natürlich heimatlich verbunden, auch wenn ich dem Traumstädtchen vor einigen Jahren durch einen Umzug nach Bad Homburg unverzeihlich „untreu“ geworden bin. Noch immer ist die Lektüre des Kronberger Boten bei jeder sich ergebenden Gelegenheit ein interessantes Vergnügen, so auch der kürzlich erschienene Leitartikel über die Kostenentwicklung bei dem phänomenalen Projekt Casals Forum. Dieses stellt ja wohl die infrastrukturelle Krönung der in nun fast 30 Jahren durch die Vision, künstlerische Qualität und Energie einer unermüdlichen Einzelperson und eines mitwachsenden hoch motivierten Teams aus dem Nichts entstandenen Kronberg Academy, mittlerweile sogar mit Universitätsstatus, dar.

Aus Bad Homburger Sicht kann man Kronberg nur beneiden um dieses hochkarätige, weit funkelnde Kulturjuwel, das die Stadt nicht nur ins internationale Kulturbewusstsein hebt, sondern auch deren innerem Herzschlag eine facettenreiche Dynamik, ja eine musikalische Seele beifügt; und das für die Stadt bisher quasi zum Nulltarif.

Mit der in dem Artikel thematisierten Kostenentwicklung des Baus ist die Academy übrigens mit vielen weit größeren hochprofessionellen Projekten in Deutschland in guter Gesellschaft, mit dem großen und ehrenvollen Unterschied allerdings, dass man sich hier im Wesentlichen aus privaten Quellen finanziert. Der nun zur Rede stehende erstmalige Beteiligungsbetrag der Stadt Kronberg von 500TEuro ist zwar für sich eine stolze Summe, aber angesichts der damit verbundenen Freisetzung zigfacher Zuschüsse von Land und Bund und einer nach Fertigstellung kulturellen, ästhetischen wie auch finanziellen „ewigen Rendite“ für Kronberg eigentlich ein „no-brainer“; denn es bietet sich hier die wunderbare Gelegenheit zu einem in jeder Hinsicht „high-leverage return-on-investment“, oder schlicht: mit einem relativ übersichtlichen Wurm einen wahrhaft formidablen Fisch zu fangen!



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