„Reverse the Red“: Internationaler Aktionstag für die Erhaltung bedrohter Arten

Schutzbedürftige Sympathieträger: Brillenpinguin im Opel-Zoo Foto: Archiv Opel-Zoo

Kronberg (kb) – Die Erhaltung bedrohter Arten steht am Samstag, 7. Februar, im Fokus verschiedener Aktionen im Opel-Zoo sowie in vielen weiteren teilnehmenden Zoos weltweit. Von 10 bis 16 Uhr können die Besucher an Indoor-Infostationen spielerisch erkunden, welche verschiedenen Möglichkeiten der Opel-Zoo nutzt, um zum Schutz gefährdeter Arten beizutragen. Auch eine Öffentliche Sonderführung mit dem Titel „Reverse the Red: Artenschutz im Opel-Zoo“ wird angeboten. Sie beginnt um 15 Uhr.

„Reverse the Red“ – „das Rot umkehren“ – ist der Name einer weltweiten Initiative, in der der Weltzoo- und Aquarienverband WAZA, die Weltnaturschutzorganisation IUCN und viele weitere Partner alle Kräfte bündeln, um den rasanten, vom Menschen verursachten Artenschwund auf der Erde einzudämmen. Denn die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist ein zentrales Zukunftsthema und eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft, während immer mehr Arten auf der Roten Liste der bedrohten Arten stehen. Mit dem Aktionstag lenken die Akteure von „Reverse the Red“ die Aufmerksamkeit auf ihre gemeinsamen Anstrengungen, diesen Trend umzukehren.

Mit ihrer Expertise, von der Ausrottung bedrohte Tierarten zu halten, zu pflegen und zu züchten, sind Zoologische Gärten ein wesentlicher Teil dieses Artenschutz-Netzwerks. Auch der Opel-Zoo kann so bedeutend zum Schutz wildlebender Tierarten beitragen. Am Beispiel der Brillenpinguine verdeutlichen fünf große Tafeln zwischen dem Haupteingang und der Pinguinanlage am Wochenende um den Aktionstag die Situation der einzigen Pinguine Afrikas. Zugleich wird erklärt, wie der Opel-Zoo zu ihrer Erhaltung beiträgt.Erst im Oktober 2025 hatte die Internationale Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) Alarm geschlagen: Bei über 60 Prozent aller Vogelarten weltweit sinken die Bestände, auch der Brillenpinguin gehört dazu.

Die im Opel-Zoo lebenden Tiere sind Teil des Erhaltungszuchtprogramms (Europäisches Ex-situ Programm, EEP) für Brillenpinguine. Falls die Bedingungen für ihre wildlebenden Artgenossen in ihren Herkunftsregionen nicht schnell genug verbessert werden können, bilden die in Menschenobhut lebenden Vertreter eine Reservepopulation von zunehmendem Wert für das Überleben der Art. Sie werden der Natur erst zurückgegeben, wenn die Ursachen der Bedrohung verschwunden sind, eventuell auch erst in vielen Jahren.

Dass es gelingen kann, bedrohte Arten wieder „aus den roten Zahlen“ zu holen, zeigen erfolgreiche Beispiele wie die Wiederansiedelung der Bartgeier im Alpenraum oder der Waldrapp. Dieser galt in Europa bereits als ausgestorben, konnte in den letzten Jahrzehnten aber erfolgreich wieder angesiedelt werden und so zeigen die Bestände des charismatischen Zugvogels inzwischen wieder einen Aufwärts-Trend. Unter den ausgewilderten Nachzuchten waren auch 26 Waldrappe aus dem Opel-Zoo.

Die Infostationen im Opel-Zoo sind am 7. Februar im Zoo nahe der Brillenpinguin-Anlage im Schulungsraum der Zoopädagogik unter dem Restaurant „Lodge“ zu finden und laden alle Besucher zum Entdecken der vielseitigen Aktivitäten ein. Die Öffentliche Sonderführung um 15 Uhr ist für die Besucher kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



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