SPD sieht Chance: Kita, Pflegeschule und Hospiz in einem Haus

Kronberg (kb) – „Ein Gebäude, viele Nutzungen, eine Riesenchance für Kronberg – diese Chance ist nach der Stadtverordnetenversammlung am 13. Oktober noch größer geworden: mit dem einstimmigen Ja zum Hospiz-Antrag der CDU“, so teilt die SPD mit. Aus dem CDU-Antrag gehe allerdings weder hervor, wo das Hospiz eingerichtet werden soll, noch wann. „Aber: Der DRK-Landesverband will auf dem Gelände der jetzigen Altenpflegeschule in der Walter-Schwagenscheidt-Straße neu bauen, und zwar größer als bisher“, informieren die Sozialdemokraten. „Für eine mehrgruppige Kita, eine Pflegeschule und Wohnungen für Seniorinnen und Senioren.“ Der SPD-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Haas und seine Stellvertreterin Gabriela Roßbach dazu: „Wir fordern den Magistrat deshalb auf, die Bau-Pläne des DRK positiv zu begleiten und nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Wir bitten den Magistrat gleichzeitig, mit dem DRK Gespräche zu führen mit dem Ziel: im Campus wird auch ein Hospiz eingerichtet.“

Bisher sind sich Magistrat und DRK nicht einig geworden, weil der Magistrat das vom DRK geplante Gebäude als zu groß empfindet.

„Wenn wir es als Stadt gemeinsam mit dem DRK schaffen, neben der ohnehin vorgesehenen Multifunktionalität auch noch ein Hospiz ins Campus zu integrieren, bekommen wir für die Menschen in Kronberg eine zusätzliche größere Kita, eine größere Pflegeschule – die nicht abwandert, weil sie in Kronberg keinen Platz mehr hätte, günstige Wohnungen für Seniorinnen und Senioren und ein Hospiz in einem bestmöglichen Umfeld, direkt neben dem Pflegeheim Kaiserin-Friedrich Haus und dem Seniorenwohnhaus Ernst-Winterberg-Haus“, wirbt die SPD-Fraktion für die Realisierung des DRK-Campus.

Großer Gewinn oder Verlust

„Wenn wir in Zeiten des Pflegekräftemangels bei gleichzeitig immer mehr Pflegebedürftigen in Kronberg schonmal die Chance haben, die Pflegeschule vor Ort zu halten, darf die Größe und ‚Schönheit‘ eines Gebäudes, das alles unter einem Dach vereint, keine Rolle spielen“, sagen Hans-Robert Philippi und Helmut Ebner, Sprecher der SPD für Bauen und Stadtentwicklung. „Sollte der Magistrat den Bau nicht genehmigen, sucht das DRK einen anderen Standort – Kronberg würde das DRK samt Kita und Pflegeschule verlieren.“ Haas und Roßbach abschließend: „Das DRK mit allem, was es bisher schon leistet, ist eminent wichtig für die Menschen in der Stadt. Bisher haben aber nur Stadt, Kreis und DRK im kleinen Kreis miteinander gesprochen. Wir werden das Thema in die Stadtverordnetenversammlung bringen, um diese zu beteiligen und über die Fraktionen mehr Unterstützung für das DRK-Campus zu organisieren.“ (mw)



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