Kronberg (hmz) – Anne Hecking, Hans Georg Kaufmann, Michael Arndt, Thomas Poppitz, Wolfgang Lang, Volker Göbel und Uwe Paul – das sind die Köpfe hinter dem „Knodderberg“, der in diesem Jahr zum vierten Mal der kommunalen Polit-Elite den Spiegel vorhielt. Damit verbunden ist der Maibockanstich, dafür zeichnet Braumeister Stefan Schmidt verantwortlich und beides gemeinsam bildet die Hefe für dieses politische, literarische und humoristische Spektakel. Und für diejenigen, die schon für das nächste Jahre planen – am 24. April 2026 heißt es wieder: O’zapft is.
Anne Hecking, das Herz der Truppe, lobte „ihre Jungs“ beim Nachtreffen in geselliger Runde und stellte dabei fest, „dass sich alle in den letzten vier Jahren extrem gesteigert hätten“. Das sei nicht nur von ihnen selbst festgestellt worden, sondern das Fazit aus vielen Rückmeldungen aus dem Publikum. Auch dessen Ansprüche seien gestiegen und mit ihnen der Maßstab für die kommende Saison. Die Idee für den „Knodderberg“ ist an einem Stammtisch entstanden und inzwischen sei daraus eine Institution geworden. So spöttisch im Vordergrund, so ernsthaft der Hintergrund dieser Veranstaltung, denn der „Knodderberg“ ist eine Benefizveranstaltung zugunsten der Tafeln des Hochtaunuskreises. Dr. Tobias Krohmer, Referent für Gesellschaftliche Verantwortung des evangelischen Dekanats Hochtaunus, nahm stellvertretend für das gesamte Helferteam einen Scheck über 3.882 Euro aus den Händen der Maibock-Aktiven dankend entgegen. In der Summe eingerechnet sind die 950 Euro Spende der Taunus Sparkasse, deren Vertreter Marc-André Buchmann betonte, dass er hoffe, diese Aktion auch weiterhin unterstützen zu können. Die Restsumme setzt sich aus Spenden- und Eintrittsgeldern zusammen. In den letzten vier Jahren sammelte das Team damit über 10.000 Euro für die Tafeln. Und der Bedarf sei auch weiterhin sehr groß, auch in Kronberg würden 20 Haushalte versorgt.
Bedarf ist weiterhin groß
Die zentrale Ausgabestelle ist im Ernst-Winterberg-Haus. Die räumliche Situation am Verteiler-Standort Oberursel lasse derzeit einen größeren Versorgungsradius nicht zu und Lebensmittel könnten nur in einem begrenzten Umfang gestellt werden. Nach einer entsprechenden Lösung werde noch gesucht, so Krohmer. Seit dem Jahr 2006 werden im Hochtaunuskreis Lebensmittel vor der Mülltonne gerettet und den Bedürftigen vor Ort geholfen. Die Tafel unterstützt bedürftige Menschen mit gespendeten Lebensmitteln insgesamt an sechs Standorten: in Bad Homburg, Oberursel, Friedrichsdorf, Neu-Anspach, Königstein und Kronberg. Träger der Tafel ist die Regionale Diakonie Hochtaunus.
Gegründet wurde die Tafel im Hochtaunuskreis im Jahr 2006 von der AWO, Caritas, Deutschem Roten Kreuz, Diakonisches Werk Hochtaunus, Evangelischem Dekanat Hochtaunus, Grünen Damen Hochtaunus, den Johannitern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Katholischen Kirche und Privatpersonen. Rund 200 Freiwillige Helferinnen und Helfer sind derzeit für die Tafel Hochtaunus aktiv und versorgen mehr als 650 Haushalte regelmäßig mit Lebensmitteln.
Anne Hecking und ihre „Truppe“ sehen sich als eine Zweckgemeinschaft von Freunden, deren Unterschiedlichkeit wohl kaum größer sein könnte. Einig sind sie sich in ihrer Absicht, Gutes tun zu wollen und so lassen sie ihren Worten auf der Bühne Taten dahinter für Bedürftige folgen.
